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Medikamente im oder aus dem Ausland

Zur Rose Infos 24. September 2025

Medikamente online oder während der Ferien im Ausland zu beziehen, wirkt oft kostengünstig und unkompliziert. Doch gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen kann dies gesundheitlich riskant sein. Erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, und wie Sie sich vor Risiken schützen können.

Medikamente aus dem Ausland – nicht immer gleich sicher

Wer Medikamente aus den Ferien mitbringt oder online im Ausland bestellt, sollte sich bewusst sein: Nicht überall gelten die gleichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Arzneimittel.


Europa

In den meisten europäischen Ländern gelten sehr ähnliche gesetzliche Vorgaben für Medikamente wie in der Schweiz. Das gesundheitliche Risiko für Medikamente aus diesen Ländern ist deshalb meist gering. Trotzdem gibt es einiges zu beachten:

Medikamente im Ausland sehen oft anders aus. Wer etwa ein Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen sucht, findet zum Beispiel in Deutschland oder Italien Präparate mit anderen Namen, anderer Verpackung, Tablettenform oder Dosierung als das von zu Hause bekannte Arzneimittel.

In ausländischen Kombinationspräparaten können zudem unerwartete Wirkstoffe stecken: Wer zum Beispiel bei Erkältung ein Mittel mit Paracetamol und Vitamin C gewohnt ist, übersieht vielleicht, dass in einem ausländischen Präparat etwa zusätzlich Koffein enthalten ist. Für Menschen mit Vorerkrankungen kann das problematisch sein.
 

Aussereuropäische Länder

Wer Medikamente in Ländern ausserhalb Europas kauft, sollte genau hinsehen: Hier können Qualitätsstandards, Wirkstoffe oder Dosierungen stark abweichen von dem, was wir aus der Schweiz kennen. Auch die Kontrolle über gefälschte oder verunreinigte Medikamente ist in aussereuropäischen Ländern nicht überall gleich streng. Gerade für Menschen mit chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzprobleme oder Diabetes können diese Unterschiede gesundheitlich riskant sein.

Wer etwa ein Grippemittel kaufen möchte, kann sich nicht darauf verlassen, ein ähnliches Produkt zu erhalten wie jenes zu Hause. Ein scheinbar gleiches Präparat aus Thailand, Ägypten oder den USA kann eine komplett andere Dosierung haben, zusätzliche Wirkstoffe oder undeklarierte Zusatzstoffe enthalten. Gerade bei Menschen mit chronischen Erkrankungen kann es dadurch zu gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Überdosierungen kommen.

Besondere Vorsicht braucht es bei Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln von Online-Anbietern aus Übersee oder unklarer Herkunft: Solche Präparate bergen ein deutlich höheres Risiko für fehlerhafte Dosierungen, Verunreinigungen oder gar Fälschungen. Wer aufgrund chronischer Krankheiten täglich Medikamente einnimmt, sollte deshalb besser auf bewährte heimische Bezugsquellen setzen.

Aufgepasst

In anderen Ländern sind gewisse Medikamente im Handel oder online frei erhältlich, die in der Schweiz rezeptpflichtig sind – selbst starke Schlaf-, Schmerz- oder Potenz-Mittel. Gerade Menschen mit chronischen Krankheiten und Dauermedikation sollten hier vorsichtig sein und am besten bei der behandelnden Ärztin/beim behandelnden Arzt in der Schweiz nachfragen.

Medikamente im Ausland kaufen – darauf sollten Sie achten

Ausländische Medikamente haben oft andere Handelsnamen.

Medikamente im Ausland haben oft andere Namen als Medikamente in der Schweiz, selbst wenn sie denselben Wirkstoff enthalten. Schreiben Sie sich deshalb vor der Abreise Namen, Wirkstoffe und Dosierung jener Medikamente auf, die Sie in den Ferien benötigen könnten oder kaufen wollen.

Dosierungen von Medikamenten können sich unterscheiden.

Ein Arzneimittel mit demselben Wirkstoff kann in anderen Ländern eine andere Menge Wirkstoff enthalten. Zum Beispiel enthält ein fiebersenkendes Präparat in der Schweiz 500mg Paracetamol, im Ferienland jedoch 750mg. Je nach Dosierung könnte die Wirkung des Medikaments deshalb zu stark oder zu schwach ausfallen.

Medikamente im Ausland können weitere Wirkstoffe beinhalten.

Ein ausländisches Grippemittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen kann zum Beispiel noch einen Wirkstoff wie Koffein zugesetzt haben. Das könnte bei gewissen chronischen Erkrankungen oder in Kombination mit anderen Medikamenten riskant sein.

Ausländische Apotheken müssen Schweizer Arztrezepte nicht akzeptieren.

In Apotheken im Ausland genügt ein Schweizer Arztrezept oft nicht, um Medikamente zu beziehen. In gewissen Ländern wird eine ärztliche Konsultation vor Ort verlangt, um Medikamente in der Apotheke zu erhalten. Informieren Sie sich deshalb vor den Ferien bei der zuständigen ausländischen Botschaft, welche Regeln in Ihrer Feriendestination beim Bezug von Medikamenten gelten.

Chronische Krankheiten: Risiken durch ausländische Medikamente

Frau mit Mütze in Apotheke

Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten besonders aufmerksam sein, wenn sie Medikamente im Ausland kaufen. Schon kleine Unterschiede bei Wirkstoffen oder Dosierungen können die Wirkung ihrer Dauermedikation verändern oder Nebenwirkungen verstärken. Auch scheinbar harmlose Präparate wie Erkältungsmittel, Schmerztabletten oder pflanzliche Mittel können die Wirkung bestehender Medikamente abschwächen oder verstärken.

Tipp

  • Lesen Sie immer die Packungsbeilage – auch wenn das Präparat bekannt aussieht.
  • Achten Sie auf versteckte Zusatzstoffe (z.B. Koffein, Zucker, pflanzliche Wirkstoffe).

In folgender Übersicht sehen Sie, welche unerwünschten Nebenwirkungen rezeptfrei erhältliche oder hochdosierte Medikamente bei den in der Schweiz am häufigsten vorkommenden chronischen Erkrankungen verursachen können.

Wichtig: Die folgenden Beispiele zeigen mögliche Risiken – diese treten nicht bei allen Betroffenen auf, zeigen aber, worauf man besonders achten sollte.

Chronische KrankheitKritische Medikamenten-
Gruppen (Ausland)
Mögliche WechselwirkungenEmpfehlung
Herz-Kreislauf-ErkrankungenNSAR (Ibuprofen, Naproxen),
Potenz-Mittel, Grippe-
Mittel mit Pseudoephedrin
Blutdruck-Anstieg, Rhythmus-
Störungen, verringerte
Wirkung von Blutdruck-Medikamenten
Verwenden Sie nur ärztlich
abgestimmte Präparate.
Diabetes mellitusCortison, zuckerhaltige
Grippe-Mittel, Abnehm-Mittel
mit Stimulanzien
Blutzucker-Anstieg, Insulin-
Resistenz, Hypoglykämien
durch Wechselwirkungen
Bevorzugen Sie zuckerfreie
Medikamente.

Sprechen Sie Dosierungen
ärztlich ab.
Psychische ErkrankungenSchlafmittel (Diphenhydramin,
Diazepam), alkoholhaltige
Präparate
Sedierung, Wechselwirkungen
mit Antidepressiva, kognitive
Einschränkungen
Keine Selbstmedikation.

Besprechen Sie Wechselwirkungen
mit der Ärztin/
dem Arzt.
Chronische Schmerzen/
Rheuma
NSAR (Ibuprofen, Naproxen),
Kombinationen mit
Codein/Coffein, Cortison
Magenblutung, Blutdruck-
Anstieg, Abhängigkeitspotenzial
bei Codein
Setzen Sie Schmerztherapie
nur gezielt ein.

Keine Selbstbehandlung
bei Schüben.
Atemwegserkrankungen
(COPD, Asthma)
Pseudoephedrin, NSAR
(Ibuprofen, Naproxen),
nicht verordnete Inhalatoren
Bronchospasmen, Kreislauf-
Belastung, Wechselwirkungen
mit Standard-Inhalativa
Verwenden Sie nur bewährte
Medikamente.

Klären Sie Grippemittel
ärztlich ab.

Typische Fallen beim Kauf ausländischer Medikamente

Andere Handelsnamen

Medikamente heissen im Ausland oder bei ausländischen Online-Anbietern meist anders als in der Schweiz.
► Erkundigen Sie sich bei Ihrer Schweizer Apotheke oder Arztpraxis, wie die von Ihnen möglicherweise benötigten Medikamente in Ihrem Ferienland heissen.
 

Abweichende Dosierungen

Medikamente mit einem Ihnen bekannten Wirkstoff können im Ausland oder bei ausländischen Online-Anbietern in anderer Dosis verkauft werden.
► Achten Sie beim Kauf von Medikamenten unbedingt auf die Dosis-Angabe.
 

Unbekannte Zusatzstoffe

Medikamente können im Ausland oder bei ausländischen Online-Anbietern nicht deklarierte Zusatzstoffe enthalten. Allergene oder wechselwirkende Substanzen könnten dadurch unbemerkt bleiben.
► Erkundigen Sie sich beim Kauf von Medikamenten genau nach sämtlichen enthaltenen Inhaltsstoffen. Sagen Sie zudem, wenn Sie weitere Medikamente einnehmen.
 

Fremdsprachige Beipackzettel

Medikamente aus dem Ausland haben in der Landessprache verfasste Beipackzettel. Wichtige Hinweise zur Einnahme, Dosierung oder Warnhinweise zu Wechselwirkungen werden deshalb möglicherweise nicht verstanden.
► Wenn Sie die Sprache des Beipackzettels nicht oder zu wenig beherrschen, lassen Sie sich die Informationen mit einer Übersetzungs-App übersetzen. Es ist wichtig, dass Sie die Anwendungshinweise verstehen.

Sicher verreisen bei chronischen Krankheiten

Sie nehmen regelmässig Medikamente ein? Dann gibt es einiges zu beachten, damit Sie Ihre Ferien sorglos geniessen können.

Einfuhr von Medikamenten

In vielen Ländern ist die Mitnahme von Medikamenten reguliert. Erkundigen Sie sich deshalb vor der Abreise bei der zuständigen ausländischen Botschaft.
Nehmen Sie Medikamente immer in der Originalverpackung und mit Arztrezept mit. So kommen Sie gut durch die Einreise-Kontrolle und vermeiden den Stress, im Ausland nach passenden Medikamenten suchen zu müssen.


Sichere Bezugsquellen für Medikamente

Klären Sie vor Reiseantritt ab, wie und wo Sie am Ferienort notfalls Medikamente beziehen können. Oft erhalten Sie bei Schweizer Botschaften und Konsulaten eine Liste mit vertrauenswürdigen Apotheken vor Ort. Sollten Sie die Sprache des Ferienlandes nicht oder nur wenig sprechen, können Sie mit einer Übersetzungs-App das Gespräch in der Apotheke vereinfachen.


Genügend Medikamente in Reserve

Packen Sie immer zu viel Medikamente ein – für mindestens eine Woche über die Reisezeit hinaus. Bei Flugreisen sollten Sie Ihre Medikamente im Handgepäck dabeihaben. So sind Sie auch im Fall eines verlorenen Koffers gut versorgt.

Frau mit Hut auf Boot

Mit Medikamenten sicher verreisen

Viele Menschen mit einer chronischen Erkrankung wollen nicht aufs Reisen verzichten. In den meisten Fällen ist das auch nicht nötig. Wir zeigen Ihnen, was man bei Reisen mit Medikamenten beachten muss. Gute Planung ist das A und O, wenn man auch im Urlaub auf Medikamente angewiesen ist. 

Zum Reise-Artikel

Checklist Reiseplanung

Gut vorbereitet unterwegs

Wer regelmässig Medikamente einnimmt, sollte bei der Reiseplanung nichts dem Zufall überlassen. Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei, alle wichtigen Punkte im Blick zu behalten – von Arztberatung über Dokumente bis zum Vorrat. So reisen gut vorbereitet und mit einem sicheren Gefühl.

Zur Reise-Checkliste

Medikamente ausländischer Online-Anbieter kaufen – diese Risiken sollten Sie kennen

Mann am Laptop

Können risikoreich für Ihre Gesundheit sein

  • Andere Dosierung
    Medikamente aus dem Ausland sind oft anders dosiert als vergleichbare Schweizer Präparate. Umfangreiche Laboruntersuchungen haben gezeigt: Bei gewissen Medikamenten aus dem Internet sind Wirkstoffe stark überdosiert oder nur geringfügig vorhanden1. Beides kann gefährlich sein.
     
  • Undeklarierte Inhaltsstoffe
    Medikamente ausländischer Online-Anbieter enthalten immer wieder nicht angegebene Wirk- oder Zusatzstoffe. In einigen Präparaten ausländischer Anbieter wurden nicht deklarierte synthetische Inhaltsstoffe gefunden, die in der Schweiz wegen schwerer Nebenwirkungen nicht mehr zugelassen sind1.
     
  • Fehlende medizinische Kontrolle
    Bei ausländischen Internet-Anbietern fehlt meist jegliche gesundheitliche Überprüfung. Oft sind rezeptpflichtige Medikamente frei erhältlich. Gerade bei stärkeren Medikamenten und Personen mit chronischen Krankheiten ist die fehlende medizinische Betreuung gefährlich, da es zu Wechselwirkungen oder Überdosierungen kommen kann.

Qualität ist oft mangelhaft

  • Unklare Herkunft
    Bei vielen Anbietern aus dem Ausland bleibt unklar, woher diese ihre Medikamente beziehen, und ob die verkaufte Ware gesetzlich kontrolliert ist
     
  • Keine Qualitätsgarantie
    Bei Medikamenten aus dem Internet werden immer wieder Präparate gefunden, die wenig oder gar keinen Wirkstoff enthalten – oder es finden sich Verunreinigungen1. Zudem können falsche Lagerung und unsachgemässer Transport die Wirksamkeit der Medikamente negativ beeinflussen.
     
  • Gefahr von Fälschungen
    Online sind viele gefälschte Medikamente im Umlauf – besonders bei Potenz- und Abnehm-Präparaten. Bei Medikamenten ausländischer Internet-Anbieter gibt es keine Garantie, dass die bestellten Medikamente echt sind und die aufgedruckten Inhaltsstoffe enthalten. Die Einnahme solcher Präparate kann wirkungslos oder gesundheitlich schädlich sein.

SRF berichtet: Illegaler Medikamentenhandel im Internet

In einem aktuellen Beitrag beleuchtet SRF den illegalen Online-Handel mit Medikamenten in Zusammenarbeit mit dem Zoll und Pharmakologen. Der Bericht zeigt, welche Arzneimittel derzeit am häufigsten gefälscht werden, welche gesundheitlichen Gefahren damit verbunden sind und wie professionell die Täter vorgehen. Selbst gefälschte Online-Apotheken wirken auf den ersten Blick oft seriös, nutzen Schweizer Symbole oder missbrauchen die Adressen realer stationärer Apotheken – was es für Patientinnen und Patienten besonders schwierig macht, Fälschungen von vertrauenswürdigen Anbietern zu unterscheiden.

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Wie erkenne ich seriöse Online-Anbieter für Medikamente?

Wer sich den Gang in die Apotheke sparen will oder keine in der Nähe hat, kann sich Medikamente nach Hause liefern lassen. Das ist via Lieferdienst von stationären Apotheken möglich sowie über Versand-Apotheken.

Vorsicht bei ausländischen Medikamenten-Händlern

Swissmedic, die Schweizer Zulassungs- und Kontrollbehörde für Arzneimittel, rät grundsätzlich ab von Online-Bestellungen bei ausländischen Medikamenten-Anbietern – insbesondere, wenn diese rezeptpflichtige Medikamente ohne Vorlage ärztlicher Rezepte verkaufen. Im Leitfaden von Swissmedic finden Sie ausführliche Informationen dazu.

Schweizer Versandapotheken sicher und vertrauenswürdig

Sicher sind gemäss Swissmedic Schweizer Versand-Apotheken mit Bewilligung für den Versandhandel. Diese unterliegen dem Schweizerischen Recht und werden regelmässig kontrolliert, um die Qualität zu gewährleisten. Schweizer Versandapotheken liefern Medikamente nach Vorlage des ärztlichen Original-Rezepts nach Hause. Das ist insbesondere eine Entlastung für Menschen mit chronischen Krankheiten, die regelmässig verschiedene Medikamente einnehmen.

Zur Rose

Die Schweizer Online-Apotheke Zur Rose steht für eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Medikamenten. Zur Rose hält sich an alle gesetzlichen Vorgaben des Schweizer Heilmittelrechts, erfüllt die höchsten Standards in Bezug auf Qualität, Sicherheit sowie fachliche Expertise und ist deshalb auch ISO-9001-zertifiziert.

Seit 30 Jahren sorgen rund 100 Fachpersonen dafür, dass Sie die richtigen Medikamente in hoher Qualität direkt nach Hause geliefert bekommen – und beraten Sie bei Fragen gerne persönlich.

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Häufig gestellte Fragen