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Impfen – Ein wichtiger Schutzschirm besonders für Risikogruppen

Zur Rose Infos 06. November 2025

Erstveröffentlichung: 23.11.2023
letzte Aktualisierung: 06.11.2025
 

Wenn die Blätter sich bunt färben und die Tage kühler werden, wird das Thema Gesundheit für uns alle wieder bewusster – und gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen besonders wichtig. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) betont mit seiner aktuellen Kampagne «Gegen Grippe, Covid-19 und RSV impfen» die Bedeutung von Impfungen gegen diese drei Atemwegserkrankungen, insbesondere für Risikogruppen. Der Impfschutz spielt eine zentrale Rolle, da er vor schweren Verläufen und Komplikationen schützt.

Wer sollte den Schutz nicht missen?

Die Impfungen gegen Influenza («Grippe»), Covid-19 und RSV werden laut dem Schweizerischen Impfplan 2025 (BAG/EKIF) besonders empfohlen für:

  • Personen ab 65 Jahren
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, Nieren-, Leber- oder Stoffwechselkrankheiten (z. B. Diabetes)
  • Personen mit Immundefizienz oder unter immunsuppressiver Therapie
  • Krebspatientinnen und -patienten
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen
  • Enge Kontaktpersonen von Risikopersonen (z. B. Familienangehörige oder Pflegende)


Wird zudem empfohlen für:

  • Schwangere ab dem 2. Trimester und während der Stillzeit
  • Frühgeborene (geboren vor der 33. Woche oder mit Geburtsgewicht unter 1500 g), bis zum Alter von 2 Jahren

Diese Impfungen sind wichtig, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern, das Gesundheitssystem zu entlasten und besonders gefährdete Menschen zu schützen. Ein hoher Impfschutz in der Bevölkerung trägt zusätzlich zur Reduktion von Atemwegsinfektionen und zur Stabilität der öffentlichen Gesundheit bei.

Der Schutz vor der Grippe

Der Schutz vor der Grippe ist für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD sowie anderen Gesundheitszuständen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen von höchster Bedeutung. Diese Grunderkrankungen können die Anfälligkeit für und die Schwere von Grippeinfektionen erhöhen, wobei die Impfung als ein wesentlicher Schutzwall dient. Sie reduziert nicht nur das Risiko von hospitalisierungsbedürftigen Komplikationen, sondern trägt auch dazu bei, die Verbreitung des Virus zu verhindern.

Seit 2024 ist neben den Standardimpfstoffen auch ein Hochdosis-Grippeimpfstoff verfügbar. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt diesen für Personen ab 75 Jahren sowie für Personen ab 65 Jahren mit zusätzlichen Risikofaktoren, da er in diesen Gruppen zu bevorzugen ist. Bei älteren Menschen ist die Immunantwort auf die Standard-Influenzaimpfstoffe vermindert, während Hochdosis-Impfstoffe eine stärkere Immunantwort auslösen und damit einen besseren Schutz vor influenzabedingten Komplikationen bieten.

Zudem wird die Impfung auch engen Kontaktpersonen von Risikopersonen, Bewohnerinnen und Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen sowie Personen mit regelmässigem Kontakt zu Hausgeflügel oder Wildvögeln empfohlen.

Der optimale Impfzeitraum liegt zwischen Mitte Oktober und dem Beginn der Grippesaison.

Grippeimpfcheck

Gehören Sie zu einer Gruppe mit erhöhtem Komplikationsrisiko? Sollten Sie sich gegen die Grippe impfen lassen? Sie sind unsicher und  haben weitere Fragen?

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Merkblatt (BAG) zur Grippe

Warum die COVID-19-Impfung für gefährdete Personen wichtig bleibt

Die COVID-19-Impfung bleibt ein zentraler Bestandteil des Schutzes für gefährdete Personen. Für Menschen mit einer Immunschwäche, jene unter immunsuppressiver Therapie und Krebspatienten ist der Impfschutz nicht nur ein Zusatz, sondern eine entscheidende Verteidigungslinie. Die Impfung reduziert das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs und einer Hospitalisierung erheblich. Sie ermöglicht es den Betroffenen, trotz ihrer Anfälligkeit, ein aktiveres und sichereres Leben zu führen.

Empfohlen wird eine jährliche Impfung im Herbst/Winter (eine Dosis) für Personen ab 65 Jahren, ab 16 Jahren mit Risikofaktoren sowie für Schwangere. Für Personen unter 65 Jahren ohne Risikofaktoren besteht derzeit keine generelle Impfempfehlung. Der Abstand zur letzten Impfung oder Infektion sollte mindestens sechs Monate betragen.

Ziel der Impfung ist in erster Linie der Schutz vor schweren Verläufen, nicht der vollständige Schutz vor Infektion oder Übertragung.

RSV – Ein neuer Schutz vor schwerer Atemwegserkrankung

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann insbesondere bei älteren Menschen, chronisch Kranken und Säuglingen schwere Atemwegsinfektionen verursachen. Seit 2024/2025 stehen neue Impfstoffe und Antikörper-Behandlungen zur Verfügung, die nun Teil der offiziellen Empfehlungen sind.

RSV-Impfung für Erwachsene:
Empfohlen wird eine einmalige Dosis für alle ab 75 Jahren (ergänzende Impfung) und für 60- bis 74-Jährige mit Risikofaktoren wie Immunschwäche, chronischen Lungen-, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Gebrechlichkeit oder Pflegeheimbewohnende.

Der Impfzeitpunkt liegt optimal zwischen Oktober und November. Eine gleichzeitige Verabreichung mit Grippe- oder Covid-19-Impfung ist möglich.
Die Wirksamkeit liegt bei rund 80 % gegen schwere Verläufe, der Schutz hält mindestens zwei Jahre an, und ein Booster im Folgejahr ist nicht empfohlen. Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen und Impfstoffen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) finden Sie auf der BAG-Webseite Massnahmen der Prävention.

Kombinierter Impfschutz im Herbst

Ab 2025 sollen Impfungen gegen Grippe, Covid-19 und RSV zeitlich abgestimmt zwischen Oktober und Dezember durchgeführt werden. Eine Koadministration mehrerer Impfstoffe ist zulässig – sie können am gleichen Tag an verschiedenen Injektionsstellen verabreicht werden.

Während der Nationalen Impfwoche vom 10.–15. November 2025 bieten zahlreiche Arztpraxen und Apotheken unkomplizierte Impfmöglichkeiten an. Informationen zu teilnehmenden Arztpraxen finden Sie auf der KHM-Website.

BAG - Schutz vor Grippe und Covid-19
 

Zusätzlicher Schutz durch Hygienemassnahmen

Neben der Impfung können einfache Hygienemassnahmen weiterhin wirksam dazu beitragen, das Risiko einer Ansteckung zu verringern – insbesondere in Phasen erhöhter Viruszirkulation oder bei engem Kontakt mit gefährdeten Personen. Dazu gehören:

  • gründliches Händewaschen oder desinfizieren
  • Maske tragen in Menschenansammlungen oder bei Krankheitssymptomen
  • Abstand halten, wo möglich
  • in Taschentuch oder Armbeuge husten oder niesen 

Stärkung des Immunsystems: Ein zentraler Aspekt für chronisch Erkrankte

Für Menschen mit chronischen Erkrankungen ist ein starkes Immunsystem von essenzieller Bedeutung, da es die erste Verteidigungslinie gegen Infektionen darstellt. Ein gut funktionierendes Immunsystem kann den Unterschied zwischen einer leichten Erkrankung und einem potenziell lebensbedrohlichen Zustand ausmachen. 

Impfungen spielen hierbei eine entscheidende Rolle, indem sie das Immunsystem trainieren und vorbereiten, ohne die Person den tatsächlichen Krankheiten auszusetzen. 

Besonders bei chronischen Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen oder belasten, kann eine Impfung daher einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung und zur Vermeidung von Komplikationen leisten. 

Somit sind sie ein unerlässlicher Bestandteil des Gesundheitsmanagements für Risikogruppen, der die Lebensqualität massgeblich erhöht und vor schwerwiegenden Gesundheitsfolgen schützt.

Chronisch erkrankte Menschen können ihr Immunsystem durch verschiedene Massnahmen stärken:

  • Ausgewogene Ernährung: Eine nährstoffreiche Diät unterstützt die Immunfunktion.
  • Regelmässige Bewegung: Moderate Aktivität kann die Immunabwehr verbessern.
  • Ausreichend Schlaf: Guter Schlaf ist essentiell für die Erholung des Immunsystems.
  • Stressmanagement: Stress kann das Immunsystem schwächen, daher sind Entspannungstechniken wichtig.
  • Reduzierung schädlicher Einflüsse: Es ist wichtig, schädliche Umwelteinflüsse und Verhaltensweisen zu meiden, die das Immunsystem beeinträchtigen können. Rauchen oder übermässiger Alkoholkonsum sollten ebenso bestmöglich vermieden werden.
  • Abgestimmter Impfschutz: Sie sind speziell darauf ausgelegt, das Immunsystem gegen spezifische Krankheiten zu stärken.

Es ist ratsam, diese Massnahmen mit einem Arzt zu besprechen, um einen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Plan zu entwickeln.

Individuelle Beratung für optimale Vorsorge

Eine individuelle ärztliche Beratung wird empfohlen, um den geeigneten Impfstoff und den optimalen Zeitpunkt für die Impfung zu bestimmen. Ärzte können helfen, den Impfstatus zu überprüfen und einen Plan zu entwickeln, der alle notwendigen Impfungen abdeckt. Bei Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr – z. B. unter Chemotherapie, Kortison oder nach Transplantation – sollte die Impfung möglichst in einer stabilen Krankheitsphase erfolgen. Auch mögliche Wechselwirkungen oder verminderte Impfantworten durch Medikamente sollten besprochen werden, um eine sichere und wirksame Impferfahrung zu gewährleisten.

 

Persönliche Impfberatung

Bei Unsicherheiten oder komplexeren Gesundheitszuständen, wie sie bei chronischen Erkrankungen auftreten können, wird eine individuelle Impfberatung besonders empfohlen. Die Ärztin oder der Arzt kann den besten Impfplan erarbeiten und einschätzen, ob eine gleichzeitige Impfung gegen Grippe, Covid-19 und RSV geeignet ist.

Grosseltern mit Enkelkind

Gemeinschaftsschutz durch Impfung

Impfungen schützen nicht nur individuell, sondern auch die Gesellschaft. 
Sie reduzieren schwere Verläufe und Hospitalisationen und entlasten so das Gesundheitssystem. Bei Atemwegsviren wie Grippe, Covid-19 und RSV ist der direkte „Herdenschutz“ zwar begrenzt, doch ein hoher Impfschutz in der Bevölkerung schützt indirekt jene, die sich nicht selbst impfen lassen können.

Ein hoher und breit abgestützter Impfschutz hilft, Infektionsketten zu verkürzen, Ausbrüche zu verhindern und die Belastung des Gesundheitswesens zu verringern. Dadurch können Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ihre Kapazitäten besser für andere dringende medizinische Bedürfnisse einsetzen.

Häufig gestellte Fragen zu Grippe- und COVID-19-Impfungen

Videos zum Impfen

Auf der Website "St.Gallen impft! - Wir machen das." hat das Amt für Gesundheitsvorsorge des Kantons St. Gallen wichtige Informationen rund ums Thema Impfen zusammengestellt. In kurzen und leicht verständlichen Videos werden verschiedene Impf-Thematiken kompakt zusammengefasst.

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