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Blutspende Blutspende Blutspende

Ein Pieks, der Leben rettet

Zur Rose Infos 03. Juni 2026

Erstveröffentlichung: 14.06.2023
letzte Aktualisierung: 03.06.2026

Dieser Artikel ist entstanden in Zusammenarbeit mit Blutspende SRK Schweiz

 

Ohne Blutspenden nützt auch das beste medizinische System nichts.

Blutspenden retten Leben – täglich werden 700 davon für Operationen, nach Unfällen oder zur Behandlung schwerer Krankheiten benötigt. Fallen Blutgruppen aus, können kranke und verletzte Menschen nicht mehr mit lebensrettenden Blutprodukten versorgt werden.

Dank regelmässigen Spenderinnen und Spendern ist die Blutversorgung in der Schweiz heute stabil. Doch diese Stabilität ist keine Selbstverständlichkeit: Die Motivation zum Blutspenden ist tendenziell rückläufig, gleichzeitig kommt es immer wieder zu saisonalen Engpässen.
 

Blutgruppen – ein Überblick

Die verschiedenen Blutgruppen A, B, AB und 0 kommen in der Bevölkerung unterschiedlich häufig vor. Bei einer Bluttransfusion müssen Blutgruppe und Rhesusfaktor der spendenden Person mit derjenigen der Patientin, des Patienten zusammenpassen. Ist das nicht der Fall, kommt es zu Schädigungen. Bei einem Notfall wird die Blutgruppe vor einer Operation immer bestimmt – auch wenn die Patientin, der Patient diese bereits kennt.

Blutgruppenverteilung und Spendemöglichkeiten

Spenden macht glücklich

Wer selbst schon einmal in der glücklichen Lage war Blut zu spenden, kennt es: Das gute Gefühl, etwas für andere Menschen zu tun und mitzuhelfen, Leben zu retten. Es kostet nichts – ausser etwas Zeit. Spannende Information hierbei: Mit einer Spende können bis zu drei Leben gerettet werden.

Pro Tag werden in der Schweiz 700 Blutspenden entnommen

Blutverbrauch und Haltbarkeit

Pro Tag werden in der Schweiz rund 700 Blutspenden benötigt. Eine Vollblutspende wird dabei in verschiedene Bestandteile aufgeteilt und genutzt: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und Plasma.

Vier von fünf Menschen oder 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung benötigen mindestens einmal in ihrem Leben Blut oder ein Medikament aus Blutprodukten: Bei Unfällen, zur Behandlung von Krebs, bei Leukämie, bei Geburten oder Operationen.

Gleichzeitig spendet nur ein kleiner Teil der Bevölkerung regelmässig Blut – rund 2,5%. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Bedarf in den kommenden Jahren weiter steigen. Um die Versorgung langfristig zu sichern, braucht es deshalb insbesondere neue, jüngere Spenderinnen und Spender.

Blutprodukte sind nur begrenzt haltbar, weshalb eine kontinuierliche Spendenbereitschaft entscheidend ist:

  • Blutplättchen: ca. 7 Tage 
  • Rote Blutkörperchen: 42 bis 49 Tage 
  • Plasma: bis zu 2 Jahre (tiefgefroren) 

Da Vorräte nur eingeschränkt aufgebaut werden können, ist die Versorgung auf regelmässige Spenden angewiesen. Einen aktuellen Überblick über den Bedarf der verschiedenen Blutgruppen bietet das Blutspende-Barometer der Blutspende SRK Schweiz.

2.5 Prozent der CH-Bevölkerung spenden regelmässig Blut

Da Vorräte nur eingeschränkt aufgebaut werden können, ist die Versorgung auf regelmässige Spenden angewiesen. Einen aktuellen Überblick über den Bedarf der verschiedenen Blutgruppen bietet das Blutspende-Barometer der Blutspende SRK Schweiz.

Wie werden die Spenden genutzt?

Die gespendeten Blutprodukte werden für verschiedene medizinische Zwecke verwendet:

  • Bluttransfusionen: Das gespendete Blut wird für Transfusionen verwendet, um Patienten mit Blutverlust aufgrund von Verletzungen, Operationen, Geburten oder bestimmten Krankheiten zu versorgen. Es kann sich um ganze Blutkonserven handeln oder um spezifische Bestandteile wie rote Blutkörperchen, Blutplasma oder Blutplättchen, je nach den Bedürfnissen des Empfängers.
     
  • Behandlung von chronischen Krankheiten: Chronisch kranke Menschen, insbesondere solche mit hämatologischen Erkrankungen, bestimmten Krebsarten oder genetischen Störungen, können regelmässige Bluttransfusionen benötigen, um ihren Zustand zu stabilisieren und ihre Symptome zu lindern.
     
  • Operationen und medizinische Verfahren: Blutspenden sind für viele chirurgische Eingriffe unerlässlich, da während einer Operation Blutverlust auftreten kann. Die gespendeten Blutprodukte werden verwendet, um den Blutverlust auszugleichen und den Patienten während und nach dem Eingriff zu stabilisieren.
     
  • Behandlung von Neugeborenen und Frühgeborenen: Blutspenden spielen eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Neugeborenen und Frühgeborenen, die möglicherweise eine spezielle Behandlung oder Transfusionen benötigen.
     
  • Verwendung vom Blutplasma: Aus diesem Blutbestandteil werden Medikamente hergestellt, die bspw. in der Krebstherapie eingesetzt werden. Zudem kann das Eiweiss im Plasma Menschen mit schweren Verletzungen oder Verbrennungen helfen.

Die gespendeten Blutprodukte werden von medizinischem Fachpersonal in Krankenhäusern und Kliniken sorgfältig gelagert und verarbeitet, um ihre Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Das Blutspendesystem in der Schweiz arbeitet eng mit den medizinischen Einrichtungen zusammen, um sicherzustellen, dass die Blutprodukte effektiv genutzt werden, um Patienten zu helfen und Leben zu retten.

Frau beim Blutspenden

Wer darf Blut spenden?

Grundsätzlich können gesunde Personen Blut spenden, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem:

  • ein Mindestalter 
  • ausreichendes Körpergewicht 
  • guter allgemeiner Gesundheitszustand

Vor jeder Spende wird eine medizinische Abklärung durchgeführt.


Neue Blutspenderegeln seit 2026

Seit Februar 2026 gelten in der Schweiz angepasste Blutspendekriterien. Grundlage dafür sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die zeigen, dass bestimmte Risiken heute deutlich geringer eingeschätzt werden.

Dadurch wurde der Kreis der potenziellen Spender erweitert. Neu dürfen unter bestimmten Bedingungen auch Personen Blut spenden, die früher ausgeschlossen waren, zum Beispiel:

  • Personen nach einer Bluttransfusion (nach einer definierten Wartezeit) 
  • Personen mit längerem Aufenthalt im Vereinigten Königreich (1980–1996) 
  • Personen nach bestimmten medizinischen Eingriffen

Ziel dieser Anpassungen ist es, mehr Menschen die Blutspende zu ermöglichen und die Versorgung langfristig zu sichern.

Quelle: Blutspende SRK Schweiz – neue Spenderregeln 2026
Bildquelle: SRK Schweiz

Blutspenden rettet Leben – Füll die Lücke

Am 14. Juni, dem Weltblutspendetag, stellt Blutspende SRK Schweiz die Kampagne #FüllDieLücke ins Zentrum. Sie zeigt: Jede Blutspende schliesst eine reale Lücke in der Versorgung – oft genau dort, wo sie plötzlich gebraucht wird.

Denn ob bei Geburt, Krankheit oder Unfall – viele Menschen sind irgendwann im Leben auf Blut angewiesen. Wann das sein wird, lässt sich nicht planen. Was sich aber planen lässt: heute einen Beitrag leisten.

Die Kampagne lebt vom Mitmachen: Ob als Spenderin oder Spender, als Multiplikator oder Unternehmen – jede Beteiligung zählt und macht einen Unterschied. Eine funktionierende Blutversorgung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Gemeinschaftsprojekt.

Setzen Sie ein Zeichen. Füllen Sie die Lücke.

Zur Kampagne

 

Besonderes Bedürfnis bei chronischen Erkrankungen

Blutspenden spielen eine entscheidende Rolle für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Sie ermöglichen lebensrettende Behandlungen, verbessern die Lebensqualität und unterstützen die langfristige medizinische Versorgung. Es ist wichtig, das Bewusstsein für die Bedeutung von Blutspenden bei chronischen Krankheiten zu erhöhen und die kontinuierliche Unterstützung von treuen Blutspendern zu schaffen.


Bluttransfusionen bei chronischen Krankheiten

Bei vielen chronischen Krankheiten wie bestimmten Formen von Krebs, hämatologischen Erkrankungen oder genetischen Störungen kann es notwendig sein, regelmäßige Bluttransfusionen durchzuführen. Diese Transfusionen helfen, den Blutzustand und die Sauerstoffversorgung aufrechtzuerhalten, das Immunsystem zu unterstützen oder bestimmte Blutbestandteile zu ersetzen.


Abhängigkeit von Blutprodukten

Chronisch kranke Menschen können aufgrund ihrer Krankheit häufiger auf Blutprodukte wie rote Blutkörperchen, Blutplasma oder Blutplättchen angewiesen sein. Diese Produkte werden bei verschiedenen Behandlungen eingesetzt, einschliesslich Chemotherapie, Strahlentherapie, Stammzelltransplantationen und anderen Formen der Therapie.


Kontinuierlicher Bedarf an Blutspenden

Chronisch kranke Menschen benötigen oft langfristige medizinische Betreuung, bei der Blutspenden regelmäßig erforderlich sind. Dies stellt eine kontinuierliche Herausforderung dar, da der Bedarf an Blutprodukten konstant bleibt und es wichtig ist, dass genügend Spender bereitstehen, um diesen Bedarf zu decken. Regelmäßige und treue Blutspender sind daher von unschätzbarem Wert für chronisch kranke Patienten.

Was kann ich tun?

Blutspenden
Blutspenden ist in der Zeit zwischen dem 18. und 60. Altersjahr möglich; für Mehrfachspenderinnen und -spender auch bis 75 Jahre. Genaue Informationen zu den weiteren Kriterien finden Sie bei den regionalen Blutspendediensten. Für die erste Spende sollte man sich eine Stunde Zeit nehmen, da zusätzlich die Personalien aufgenommen werden. Danach beträgt der Zeitbedarf ungefähr 45 Minuten inkl. der Ruhepause und dem Verzehr eines kleinen Imbisses nach der Spende.

Weiterempfehlen
Wenn Sie selbst altersbedingt oder aus medizinischen Gründen nicht Blutspenden können, können Sie trotzdem unterstützen, indem Sie andere auf die Wichtigkeit der Blutspende aufmerksam machen.

 
Ablauf Blutspende

Wer kann Blutspenden? Hier geht’s zum Spende-Check:
https://www.blutspende.ch/de/spenderinfos/spende-check

Wo und wann kann ich Blut spenden?
https://www.blutspende.ch/de/blutspendetermine

Termine direkt im Blutspendezentrum reservieren:
https://www.blutspende.ch/de/kontakt-0/regionale-blutspendedienste