veröffentlicht: 27. Januar 2026
-
In Kombination mit Bluthochdruck
haben Personen mit hohem Cholesterin ein stark erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.¹
-
Bei Menschen mit Typ 2 Diabetes
sind hohe Cholesterin-Werte schädlicher als bei Stoffwechsel-Gesunden.²
-
Auch schlanke Menschen
können einen zu hohen Cholesterin-Spiegel haben.³
Was ist Cholesterin?
Das Blutfett Cholesterin hat einen schlechten Ruf – doch ohne es könnten wir nicht leben. Es ist zum Beispiel am Aufbau von Zellwänden und Nervengewebe sowie an der Produktion von Hormonen beteiligt. Dank Cholesterin kann der Körper auch das für die Knochen wichtige Vitamin D bilden. Cholesterin hilft zudem der Leber bei der Bildung von Gallensäure, welche für die Fettverdauung nötig ist. Doch auch beim Cholesterin macht die Menge das Gift: Ein über längere Zeit zu hoher Cholesterin-Spiegel – medizinisch Hypercholesterinämie genannt – erhöht das Risiko für verschiedene schwerwiegende Folge-Erkrankungen wie Arteriosklerose (Arterien-Verkalkung), Herzinfarkt oder Hirnschlag.
Woher kommt Cholesterin?
Ein Grossteil des Cholesterins produziert unser Körper selbst – hauptsächlich in Leber und Dünndarm. Etwa 80 Prozent des Cholesterins werden aufgrund der über die Nahrung zugeführten gesättigten Fettsäuren hergestellt. Nur circa 20 Prozent des Cholesterins stammen von cholesterinreichen Lebensmitteln. Gesättigte Fettsäuren erhöhen das schädliche LDL-Cholesterin also viel stärker als einzelne cholesterinreiche Lebensmittel. Um hohe Cholesterin-Werte zu senken, ist es deshalb wichtig, mehr ungesättigte als gesättigte Fettsäuren zu essen. Hier zeigen wir Ihnen, womit Sie das erreichen können.
Symptome von hohem Cholesterin
Zu viel Cholesterin im Blut kommt auf leisen Sohlen und verursacht in der Regel über lange Zeit keine spürbaren Beschwerden. Sie können sich gesund fühlen und trotzdem einen erhöhten Cholesterin-Spiegel haben. Erst wenn sich durch dauerhaft hohe LDL-Werte Ablagerungen in den Blutgefässen (Arteriosklerose) bilden, können Beschwerden durch bereits entstehende Folgeerkrankungen auftreten.
Treten Symptome auf, sind sie oft unspezifisch. Diese können Hinweise auf Folgeerkrankungen eines erhöhten Cholesterinspiegels sein, aber ebenso auf andere gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck hinweisen. Die auftretenden Symptome können sie sich bei Männern und Frauen unterscheiden.
Wichtig: Lassen Sie unklare Beschwerden immer ärztlich abklären, da nur eine Blutuntersuchung zuverlässig zeigt, ob die Cholesterinwerte erhöht sind.
Symptome bei Frauen
Bei Frauen steigen die Cholesterinwerte häufig ab etwa 60 Jahren und besonders nach den Wechseljahren an. Ursache sind hormonelle Veränderungen: Der sinkende Östrogenspiegel erhöht das LDL-Cholesterin und senkt das schützende HDL-Cholesterin.
Hohe Cholesterinwerte verursachen auch bei Frauen lange Zeit keine Beschwerden. Symptome treten meist erst bei Folgeerkrankungen auf und sind oft weniger eindeutig als bei Männern.
Mögliche Beschwerden sind:
Kurzatmigkeit
Schwindel
Übelkeit
Müdigkeit oder vermehrtes Schwitzen
Sehstörungen
Symptome bei Männern
Bei Männern tritt ein erhöhter Cholesterinspiegel insgesamt häufiger auf als bei Frauen, insbesondere im jüngeren und mittleren Lebensalter. Ein wesentlicher Grund sind hormonelle Einflüsse: Testosteron senkt das schützende HDL-Cholesterin und erhöht das LDL-Cholesterin.
Auch bei Männern bleiben erhöhte Cholesterinwerte oft lange unbemerkt. Beschwerden entstehen meist erst bei fortgeschrittener Gefässverkalkung und zeigen sich unter anderem durch:
Engegefühl oder Schmerzen in der Brust
Atemnot bei Belastung
Schmerzen in den Beinen beim Gehen
Erektionsstörungen durch Durchblutungsstörungen
Seltenere sichtbare Symptome
In seltenen Fällen können gelbliche Fettablagerungen an der Haut (Xanthome) auftreten. Sie weisen meist auf sehr hohe oder genetisch bedingte Cholesterinwerte hin und zeigen sich zum Beispiel an den Augenlidern, Ellbogen oder Knien. Bei leicht oder mässig erhöhten Cholesterinwerten sind sie nicht typisch.
Wichtiger Hinweis
Nicht jeder Mensch mit erhöhtem Cholesterinspiegel entwickelt Beschwerden. Umgekehrt bedeuten solche Symptome nicht automatisch, dass die Cholesterinwerte erhöht sind. Nur eine Blutuntersuchung kann zuverlässig klären, ob ein erhöhter Cholesterinspiegel vorliegt und ob Handlungsbedarf besteht.
Mögliche Anzeichen für Folgeschäden von zu hohen Cholesterin-Werten:
- Kurzatmigkeit
- Atemnot
- Schmerzen und Engegefühl in der Brust
- Bewusstseinsstörungen
- Schwindelgefühl
- Schmerzen in den Beinen
- abnehmende Sehfähigkeit und Ausfälle im Gesichtsfeld
Ungesunder Ernährung
Einseitige Ernährung mit viel tierischen Fetten,
Transfetten, einfachen Kohlenhydraten
sowie wenig Nähr-und Ballaststoffen
kann zu einem Anstieg des Cholesterin-Spiegels führen.
Alter
Mit dem Älterwerden kann der Körper
Cholesterin oft weniger effizient verarbeiten und abbauen.
Dadurch nimmt das Risiko für erhöhte Blutfett-Werte zu.
Bei Frauen steigt das LDL-Cholesterin oft nach den
Wechseljahren an, weil die schützende Wirkung des Östrogens wegfällt.
Rauchen
Nikotin fördert Entzündungen
und oxidativen Stress im Körper.
Dadurch steigt das Risiko für hohe
LDL-Cholesterin-Werte und Arterienverkalkung deutlich.
Rauchen senkt zudem das schützende HDL-Cholesterin stark.
Bewegungsmangel
Bei wenig körperlicher Aktivität und viel Sitzen
kann der Körper überschüssiges Cholesterin
schlechter abbauen. Durch einen inaktiven
Lebenswandel steigt deshalb
das Risiko für erhöhte Cholesterin-Werte.
Übergewicht
Übergewicht und Adipositas führen oft
zu chronischen Entzündungen im Körper.
Diese können den Cholesterin-Stoffwechsel
stören und zu vermehrten Ablagerungen
in den Blutgefässen führen. Zudem kann
Übergewicht das gute HDL-Cholesterin reduzieren.
Genetik
Kommen bei engen Verwandten
hohe Cholesterin-Spiegel oder
Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor,
haben Sie ein grösseres Risiko für erhöhte Blutfett-Werte.
Ein Gendefekt kann zudem die LDL-Cholesterin-Werte
lebenslang stark erhöhen (familiäre Hypercholesterinämie).
Risikofaktoren
für zu hohes Cholesterin
Risikofaktoren für zu hohes Cholesterin
-
Einseitige Ernährung mit viel tierischen Fetten, Transfetten, einfachen Kohlenhydraten sowie wenig Nähr-und Ballaststoffen kann zu einem Anstieg des Cholesterin-Spiegels führen.
-
Mit dem Älterwerden kann der Körper Cholesterin oft weniger effizient verarbeiten und abbauen. Dadurch nimmt das Risiko für erhöhte Blutfett-Werte zu. Bei Frauen steigt das LDL-Cholesterin oft nach denWechseljahren an, weil die schützende Wirkung des Östrogens wegfällt.
-
Nikotin fördert Entzündungen und oxidativen Stress im Körper.Dadurch steigt das Risiko für hoheLDL-Cholesterin-Werte und Arterienverkalkung deutlich. Rauchen senkt zudem das schützende HDL-Cholesterin stark.
-
Bei wenig körperlicher Aktivität und viel Sitzen kann der Körper überschüssiges Cholesterin schlechter abbauen. Durch einen inaktiven Lebenswandel steigt deshalb das Risiko für erhöhte Cholesterin-Werte.
-
Übergewicht und Adipositas führen oft zu chronischen Entzündungen im Körper.Diese können den Cholesterin-Stoffwechselstören und zu vermehrten Ablagerungen in den Blutgefässen führen. Zudem kannÜbergewicht das gute HDL-Cholesterin reduzieren.
-
Kommen bei engen Verwandten hohe Cholesterin-Spiegel oderHerz-Kreislauf-Erkrankungen vor, haben Sie ein grösseres Risiko für erhöhte Blutfett-Werte. Ein Gendefekt kann zudem die LDL-Cholesterin-Wertelebenslang stark erhöhen (familiäre Hypercholesterinämie).
So wird Ihr Cholesterin-Spiegel gemessen
Ob Ihre Cholesterin-Werte erhöht sind, lässt sich mit einer einfachen Blut-Untersuchung feststellen. Diese können Sie in einer Arztpraxis oder Apotheke machen. Gemessen werden dabei Gesamt-Cholesterin, HDL- und LDL-Cholesterin sowie Triglyzeride.
Die Schweizerische Herzstiftung empfiehlt:
die Cholesterin-Werte ab 40 Jahren mindestens alle fünf Jahre kontrollieren zu lassen. Bei familiärer Vorbelastung, Symptomen oder Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht oder Rauchen sollten Sie die Blutfette bereits ab 20 Jahren regelmässig überprüfen lassen. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, welche Häufigkeit für Sie sinnvoll ist.
Die wichtigsten Cholesterinwerte sind
Gesamtcholesterin
Ideal: Unter 200 mg/dL (5,2 mmol/L)
Zu hoch: Über 240 mg/dL (6,2 mmol/L)
Die Kombination der folgenden Werte gibt ein Gesamtbild über den Cholesterinspiegel und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Um eine präzise Beurteilung zu ermöglichen, betrachtet der Arzt auch andere Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Blutdruck und Rauchen.
Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, welche Zielwerte für Sie gelten und lassen Sie diese ggf. regelmässig kontrollieren.
Welche Cholesterin-Werte sind - mit Blick auf weitere Risikofaktoren - ideal?
Die idealen Cholesterin-Werte sind je nach Person unterschiedlich.
Einfluss auf den individuellen Cholesterin-Spiegel haben:
- Alter
- Vorerkrankungen
- Lebensweise
- Geschlecht
- genetische Veranlagung
Medizinische Fachgesellschaften empfehlen deshalb, die idealen Cholesterin-Werte in Bezug zum individuellen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu setzen. Menschen mit einem hohen Risiko haben deshalb tiefere Zielwerte als solche mit einem niedrigen Risiko. Je mehr Risikofaktoren bestehen, desto stärker sollten die LDL-Cholesterinwerte gesenkt werden.
Bei Risikofaktoren empfiehlt die Schweizerische Herzstiftung folgende Zielwerte für LDL-Cholesterin4:
"Indem Sie sich konsequent an die mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochenen
Massnahmen halten, tun Sie viel Gutes für Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit."
Cholesterin senken: Von Lebensstil-Massnahmen bis zur Therapie
Ein gesunder Lebensstil ist die Grundlage, um zu hohe Cholesterin-Werte wirksam zu senken und das Risiko für mögliche Folge-Erkrankungen zu reduzieren.
Wurden bei Ihnen erhöhte Werte festgestellt, stehen zunächst Anpassungen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und allgemeine Lebensgewohnheiten im Vordergrund. Bereits nach wenigen Monaten kann sich insbesondere das schützende HDL-Cholesterin sowie der Triglyzerid-Wert durch eine ausgewogene Ernährung und mehr körperliche Aktivität deutlich verbessern.
Oft ist es sinnvoll, schrittweise mit einzelnen Massnahmen zu beginnen und diese konsequent in den Alltag zu integrieren, statt alles auf einmal zu verändern. Für Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit ist entscheidend, dass die Veränderungen langfristig beibehalten werden.
Reichen Lebensstil-Massnahmen allein nicht aus oder bestehen weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann eine medikamentöse Therapie notwendig werden. Auch in diesem Fall bleiben Anpassungen des Lebensstils ein zentraler Bestandteil der Behandlung, um die Cholesterin-Werte dauerhaft zu normalisieren.
Regelmässige Kontrollen des Cholesterin-Spiegels helfen dabei, den Therapieerfolg zu überprüfen und gefährliche Komplikationen zu vermeiden. Unterstützung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sowie durch Ihr persönliches Umfeld kann Sie dabei begleiten, Ihre Ziele langfristig zu erreichen.
-
Lebensstil
-
Medikamentöse Therapie
-
Therapietreue
Medikamenten- und Interaktionscheck bei Zur Rose
Bei jeder Bestellung überprüft das Apotheker-Team von Zur Rose, ob es bei Ihren Medikamenten zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen könnte. Wenn Sie nebst Blutdrucksenkern noch andere Medikamente einnehmen, stellen unsere Apothekerinnen und Apotheker insbesondere sicher, dass diese nicht zu einer Erhöhung des Blutdrucks beitragen.
Typische Folge-Erkrankungen von zu hohem Cholesterin
Ist das Gleichgewicht zwischen den Blutfetten über längere Zeit gestört und insbesondere der Anteil am schädlichen LDL-Cholesterin zu hoch, kann das zu Arteriosklerose führen. Diese kann gefährliche Folgen haben:
Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt
Durch deutliche Verengungen in den Herzkrankgefässen kann der Herzmuskel nicht mehr genügend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Verschliessen sich Teile der Herzkranzgefässe vollständig, kommt es zu einem Herzinfarkt. Dieser kann schwerwiegend oder sogar lebensbedrohlich sein.
Angina Pectoris und Herz-Insuffizienz
Aufgrund von verengten Herzkranzgefässen kann es zu einem Druck auf der Brust (Angina Pectoris) oder zu einer Schwäche des Herzmuskels (Herz-Insuffizienz) kommen.
Hirnschlag
Sind Blutgefässe im Gehirn oder Halsschlagadern von Gefäss-Verengungen betroffen, kann es zu Schwindel und Gedächtnisstörungen kommen. Ist der Blutfluss zum Gehirn unterbrochen, kann das einen Hirnschlag verursachen. Dieser kann schwerwiegende Schäden zur Folge haben oder auch lebensgefährlich sein.
Thrombose
Erhöhte Triglycerid-Werte können die Blutgerinnung fördern. Dadurch erhöht sich das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln. Diese können den Blutfluss in den Arterien blockieren und zu schweren Komplikationen wie Herzinfarkten oder Hirnschlägen führen.
Beeinträchtigung der Blutgefäss-Funktion
Ein hoher Cholesterin-Spiegel kann die Elastizität der Blutgefässe verringern. Das kann das Risiko für Bluthochdruck erhöhen.
Entzündungen und Organschäden
Hohe Blutfett-Werte können chronische Entzündungen im Körper fördern, welche eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen. Ein dauerhaft erhöhter Cholesterin-Spiegel kann zudem Organe wie Leber oder Bauchspeicheldrüse schädigen.
Fragen zu Cholesterin
-
Die über einen längeren Zeitraum entstehende Arteriosklerose – auch Arterien-Verkalkung genannt – ist eine krankhafte Veränderung der Arterien. Zu viel Cholesterin im Blut kann Arteriosklerose begünstigen. Es gibt allerdings noch viele andere Risikofaktoren für Arteriosklerose, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder starkes Übergewicht. Bei Menschen mit hohem LDL-Cholesterin-Spiegel nehmen Fresszellen mehr Cholesterin-Partikel auf. Das begünstigt die Ablagerung von Cholesterin in den Arterien-Wänden. Aus diesen Ablagerungen bilden sich sogenannte Plaques, welche die Innenschicht der Arterien beschädigen. Die Arterien-Wände verlieren dadurch ihre Elastizität und verdicken oder verhärten sich. Arterien-Wände können überall im Körper beschädigt werden. Besonders ungünstig sind Schäden in den grossen Arterien, die Gehirn und Herz versorgen: Verengte Herzkranzgefässe können bei Belastung Schmerzen in der Brust auslösen (Angina Pectoris). Verstopft ein Herzkranzgefäss, wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr durchblutet, was zu einem Herzinfarkt führen kann. Verschliesst sich ein Gefäss im Gehirn, kann das einen Hirnschlag verursachen.
-
Männer sollten Ihren Cholesterin-Spiegel ab 40 Jahren regelmässig überprüfen.
Bei Frauen ist ein regelmässiger Test ab 50 Jahren oder nach Eintritt der Menopause sinnvoll.
Bei Risikofaktoren wie Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, hohem Tabak- und/oder Alkohol-Konsum oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie sollten Sie Ihren Cholesterin-Spiegel engmaschiger überwachen lassen.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihnen sagen, was für Sie sinnvoll ist. -
Bevorzugen Sie eine ausgewogene Ernährung mit wenig gesättigten Fetten aus tierischen Lebensmitteln und möglichst keinen Transfettsäuren aus Fertigprodukten und Fastfood. Essen Sie wenig mageres Fleisch und ein- bis zweimal Fisch pro Woche. Setzen Sie auf viele Ballaststoffe – zum Beispiel 5 Portionen Gemüse, Salat und Früchte in allen Farben, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Haferflocken oder -kleie. Der Körper nimmt die Nährstoffe ballaststoffreicher Lebensmittel langsamer auf, weshalb Sie länger satt sind – das hilft auch bei der Gewichtsreduktion. Eine gesunde Ernährung ist zudem gut für das sogenannte Mikrobiom – Ihre Darmflora –, was ebenfalls eine Rolle spielt bei der Regulierung des Cholesterin-Spiegels.
-
Verwenden Sie beschichtete Teflon-Pfannen und Fettsprays, um Öl oder Butter zu reduzieren. Dünsten, schmoren, garen oder grillieren Sie Ihre Lebensmittel, statt diese mit viel Fett anzubraten oder zu frittieren. Bevorzugen Sie hochwertige Öle mit ungesättigten Fettsäuren, wie etwa Raps-, Oliven- oder Leinöl. Essen Sie einfach oder mehrfach ungesättigte Fette – beispielsweise Nüsse, Samen oder Avocados. Wählen Sie bei Milch, Käse, Quark und Joghurt fettarme Varianten. Essen Sie Omega-3-Fettsäuren-haltigen Fisch, wie etwa Lachs oder Thunfisch. Wählen Sie mageres Fleisch wie etwa Poulet oder entfernen Sie sichtbares Fett vor der Zubereitung. Probieren Sie fettarme Gerichte aus – cholesterin-freundliche Rezepte finden Sie in zahlreichen Kochbüchern oder online. Achten Sie zudem auf den in Nährwert-Tabellen angegebenen Fettgehalt fertiger Lebensmittel, um fettarme Produkte aussuchen zu können.
-
Cholesterinsenkende Medikamente wirken nicht sofort. Es kann Wochen oder Monate dauern, bis Ihr Cholesterin-Spiegel deutlich gesunken ist. Wie lange es tatsächlich dauert, ist unterschiedlich. Je nach Cholesterin-Ausgangswert, Medikamenten-Art, gesundheitsfördernden Massnahmen, Alter, Gesundheitszustand und individueller Genetik sinkt der Cholesterin-Spiegel schneller oder langsamer. Um Ihre Zielwerte zu erreichen, sollten Sie die verschriebenen Medikamente zuverlässig einnehmen und Ihre Cholesterin-Werte regelmässig kontrollieren lassen. Bleiben Sie am Ball – das ist wichtig für Gesundheit und Lebensqualität.
-
Bei Cholesterin-Werten, die trotz Lebensstil-Anpassungen hoch bleiben, werden in erster Linie Medikamente aus der Wirkstoffklasse der Statine verordnet. Deren Wirksamkeit ist gut untersucht und bewiesen.
-
Die meisten Personen vertragen Statine gut und haben keine oder wenige Nebenwirkungen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind relativ selten. Bei einigen kann es zu Muskelschmerzen oder -schwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen kommen. In seltenen Fällen kann es
zu vorübergehenden Leberfunktionsstörungen kommen. Ebenfalls selten können Statine den Blutzucker- Spiegel und dadurch das Diabetes-Risiko erhöhen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Nutzen und Risiken einer Statin-Gabe gut abwägen. In den meisten Fällen überwiegt der Nutzen der cholesterinsenkenden
Statine das Risiko von Nebenwirkungen.Bei Johanniskraut und Grapefruit kann es zu Wechselwirkungen mit Statinen kommen, da deren Inhaltsstoffe im Körper über denselben Weg verstoffwechselt werden wie die Cholesterin-Senker. Als Folge können die Statine nicht mehr abgebaut und ausgeschiedenen werden und deren Spiegel steigt kritisch an. Bei der Einnahme von Statinen sollten Sie deshalb keine Grapefruit essen, kein Grapefruitsaft trinken oder Johanniskraut einnehmen.
-
Wenn Sie das Gefühl haben, das verordnete Medikament nicht gut zu vertragen oder sich an Nebenwirkungen stören, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. In vielen Fällen lassen sich Nebenwirkungen reduzieren oder sogar beseitigen – zum Beispiel mit einem für Sie verträglicheren Medikament eines anderen Herstellers, dem Wechsel von Wirkstoff oder Zubereitungsform, einer angepassten Dosierung oder einem anderen Einnahme-Zeitpunkt. Setzen Sie das Medikament auf keinen Fall selber ab und verändern Sie auch nicht ohne ärztliche Rücksprache Dosierung oder Einnahme-Häufigkeit.
-
Cholesterinsenkende Medikamente sind kein Ersatz für eine gesunde Lebensweise. Regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion, Rauchverzicht und wenig Alkohol bleiben auch bei einer medikamentösen Therapie wichtige Massnahmen, um Ihre Zielwerte zu erreichen und Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Zudem wirken sich diese Massnahmen generell gut auf Ihre Gesundheit aus.
-
1 https://www.hausarzt.digital/medizin/kardiologie/ldl-cholesterin-und-blutdruck-geringe-veraenderungen-grosse-auswirkungen-72177.html
2 https://www.diabeteswhatsnext.com/de/de/essen-und-trinken/diabetes-essensplan/diabetes-cholesterin.html#:~:text=Bei%20Diabetes%20gilt%20hier%20eine,ebenfalls%20das%20Risiko%20einer%20Atherosklerose
3 https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Hypercholesterinaemie-Zu-hohe-Blutfettwerte-oft-vererbt,cholesterin116.html
4 https://dth-herzzentrum.ch/koronare-herzkrankheit-khk-ursachen-symptome-und-moderne-behandlungsmoglichkeiten/
5 https://www.helios-gesundheit.de/magazin/news/02/cholesterin/#:~:text=Nikotin%2D%20und%20Alkoholkonsum%20einschr%C3%A4nken,%E2%80%9Eguten%E2%80%9C%20HDL%2DCholesterinshttps://www.swissheart.ch/so-bleiben-sie-gesund/gesund-leben/blutfette
https://www.netdoktor.ch/krankheiten/hypercholesterinaemie/
https://www.usz.ch/krankheit/hypercholesterinaemie
https://www.helsana.ch/de/blog/koerper/krankheiten/cholesterin.html
https://www.medix.ch/media/patienteninformation_cholesterin_2021_01.12.21_mh.pdf?1684571232
https://www.msdmanuals.com/de/heim/kurzinformationen-hormon-und-stoffwechselerkrankungen/erkrankungen-des-cholesterinstoffwechsels/hohes-cholesterin
https://www.sge-ssn.ch/media/ytunwxgr/schweizer-ernaehrungsempfehlungen_langversion_de.pdf
https://www.cholesterin-neu-verstehen.de/cholesterin/werte
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/erhoehte-cholesterinwerte/hintergrund
https://www.ratgeber-herzinsuffizienz.de/leben-mit-herzinsuffizienz/cholesterin-und-herz
https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/cholesterin/statine-irrtuemer
https://prevcheck.ch/de-CH/checkup-wissen/cholesterinwerte-verstehen
https://ind.obsan.admin.ch/indicator/monam/erhoehter-cholesterinspiegel-alter-15
