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  • Paar am Laptop

    Cholesterin verstehen

    Unserer Körper braucht Cholesterin, um zu funktionieren. Ist jedoch zu viel davon vorhanden, steigt das Risiko für einen Herzinfarkt oder Hirnschlag. Ab 40 Jahren oder bei Risikofaktoren sind deshalb regelmässige Checks wichtig, um Folge-Erkrankungen zu vermeiden. Doch auch sonst gibt es viel, was Sie für einen gesunden Cholesterin-Spiegel tun können.

  • Tipp_hellrot

    In Kombination mit Bluthochdruck

    haben Personen mit hohem Cholesterin ein stark erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.¹

  • Tipp_hellrot

    Bei Menschen mit Typ 2 Diabetes

    sind hohe Cholesterin-Werte schädlicher als bei Stoffwechsel-Gesunden.²

  • Tipp_hellrot

    Auch schlanke Menschen

    können einen zu hohen Cholesterin-Spiegel haben.³

Was ist Cholesterin?

Das Blutfett Cholesterin hat einen schlechten Ruf – doch ohne es könnten wir nicht leben. Es ist zum Beispiel am Aufbau von Zellwänden und Nervengewebe sowie an der Produktion von Hormonen beteiligt. Dank Cholesterin kann der Körper auch das für die Knochen wichtige Vitamin D bilden. Cholesterin hilft zudem der Leber bei der Bildung von Gallensäure, welche für die Fettverdauung nötig ist. Doch auch beim Cholesterin macht die Menge das Gift: Ein über längere Zeit zu hoher Cholesterin-Spiegel – medizinisch Hypercholesterinämie genannt – erhöht das Risiko für verschiedene schwerwiegende Folge-Erkrankungen wie Arteriosklerose (Arterien-Verkalkung), Herzinfarkt oder Hirnschlag.

 

Woher kommt Cholesterin?

Ein Grossteil des Cholesterins produziert unser Körper selbst – hauptsächlich in Leber und Dünndarm. Etwa 80 Prozent des Cholesterins werden aufgrund der über die Nahrung zugeführten gesättigten Fettsäuren hergestellt. Nur circa 20 Prozent des Cholesterins stammen von cholesterinreichen Lebensmitteln. Gesättigte Fettsäuren erhöhen das schädliche LDL-Cholesterin also viel stärker als einzelne cholesterinreiche Lebensmittel. Um hohe Cholesterin-Werte zu senken, ist es deshalb wichtig, mehr ungesättigte als gesättigte Fettsäuren zu essen. Hier zeigen wir Ihnen, womit Sie das erreichen können.

«Gutes» und «schlechtes» Cholesterin

Jede Zelle unseres Körpers braucht Cholesterin. Deshalb wird dieses über das Blut zu Gewebe und Organen transportiert und dort weiterverarbeitet. Damit das fettartige Cholesterin mit dem Blut fliessen kann, muss es wasserlöslich verpackt werden. Dazu braucht es Hilfsstoffe – die sogenannten Lipoproteine. Das sind Verbindungen aus Lipiden (Fett) und Proteinen (Eiweiss). Die Lipoproteine sind also wie ein Taxi, das den Transport des Blutfetts Cholesterin über das Blut ermöglicht. Von den verschiedenen Lipoprotein- Formen haben gewisse eine hohe und andere eine niedrige Dichte. Darum unterscheidet man das
LDL-Cholesterin (low density lipoprotein) und das HDL-Cholesterin (high density lipoprotein).
Unser Organismus braucht alle Blutfette, um gut funktionieren zu können. Problematisch wird es erst, wenn aufgrund von zu viel LDL-Cholesterin und Triglyzeriden das Gleichgewicht im Körper gestört ist. Wie Sie zu einem guten Gleichgewicht beitragen können, lesen Sie hier.

HDL

Schützendes HDL-Cholesterin

HDL-Cholesterin gilt als das «gute» Cholesterin, weil es überschüssiges Blutfett aus dem Körper zurück in die Leber transportiert. Dort wird dieses abgebaut und ausgeschieden. Dadurch hemmt HDL-Cholesterin die Einlagerung von Blutfett an den Arterien-Wänden und hilft mit, die gefährliche Arteriosklerose (Arterien-Verkalkung) zu verhindern. Hohe HDL-Cholesterin-Werte sind deshalb gut für Ihren Körper und unterstützen Ihre Herzgesundheit.

LDL

Schädliches LDL-Cholesterin

Ist vom «schlechten» Cholesterin die Rede, bezieht sich das auf den Gegenspieler LDL-Cholesterin. Es transportiert das Blutfett von der Leber zu den Organen, wo es von den Zellen aufgenommen wird. Ist zu viel LDL-Cholesterin im Blut, lagert sich dieses in den Blutgefässen ab. Die Ablagerungen verengen die Gefässe und es kommt zu Arteriosklerose (Arterien-Verkalkung). Diese erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Hirnschlag. Hohe LDL-Cholesterin-Werte sind demnach schädlich für Ihren Körper.

TGLY

Ungünstige Triglyzeride

Ein weiteres wichtiges Blutfett sind die sogenannten Triglyzeride. Das sind Energielieferanten – etwa für die Muskulatur –, die unser Körper aus Fett oder Zucker aus der Nahrung herstellt. Sind zu viel Triglyzeride im Blut vorhanden, werden diese als Fettdepot im Körper eingelagert. Dadurch steigern sie wie das übermässige LDL-Cholesterin das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Triglyzeride im Übermass sind deshalb ebenfalls schlecht für Ihre Gesundheit.

Symptome von hohem Cholesterin

Zu viel Cholesterin im Blut kommt auf leisen Sohlen und verursacht in der Regel über lange Zeit keine spürbaren Beschwerden. Sie können sich gesund fühlen und trotzdem einen erhöhten Cholesterin-Spiegel haben. Erst wenn sich durch dauerhaft hohe LDL-Werte Ablagerungen in den Blutgefässen (Arteriosklerose) bilden, können Beschwerden durch bereits entstehende Folgeerkrankungen auftreten.

Treten Symptome auf, sind sie oft unspezifisch. Diese können Hinweise auf Folgeerkrankungen eines erhöhten Cholesterinspiegels sein, aber ebenso auf andere gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck hinweisen. Die auftretenden Symptome können sie sich bei Männern und Frauen unterscheiden.

Wichtig: Lassen Sie unklare Beschwerden immer ärztlich abklären, da nur eine Blutuntersuchung zuverlässig zeigt, ob die Cholesterinwerte erhöht sind.

Frau auf Couch

Symptome bei Frauen

Bei Frauen steigen die Cholesterinwerte häufig ab etwa 60 Jahren und besonders nach den Wechseljahren an. Ursache sind hormonelle Veränderungen: Der sinkende Östrogenspiegel erhöht das LDL-Cholesterin und senkt das schützende HDL-Cholesterin.

Hohe Cholesterinwerte verursachen auch bei Frauen lange Zeit keine Beschwerden. Symptome treten meist erst bei Folgeerkrankungen auf und sind oft weniger eindeutig als bei Männern. 

Mögliche Beschwerden sind:

  • Kurzatmigkeit

  • Schwindel

  • Übelkeit

  • Müdigkeit oder vermehrtes Schwitzen

  • Sehstörungen

Mann Engegefühl Brust

Symptome bei Männern

Bei Männern tritt ein erhöhter Cholesterinspiegel insgesamt häufiger auf als bei Frauen, insbesondere im jüngeren und mittleren Lebensalter. Ein wesentlicher Grund sind hormonelle Einflüsse: Testosteron senkt das schützende HDL-Cholesterin und erhöht das LDL-Cholesterin.

Auch bei Männern bleiben erhöhte Cholesterinwerte oft lange unbemerkt. Beschwerden entstehen meist erst bei fortgeschrittener Gefässverkalkung und zeigen sich unter anderem durch:

  • Engegefühl oder Schmerzen in der Brust

  • Atemnot bei Belastung

  • Schmerzen in den Beinen beim Gehen

  • Erektionsstörungen durch Durchblutungsstörungen

Seltenere sichtbare Symptome

In seltenen Fällen können gelbliche Fettablagerungen an der Haut (Xanthome) auftreten. Sie weisen meist auf sehr hohe oder genetisch bedingte Cholesterinwerte hin und zeigen sich zum Beispiel an den Augenlidern, Ellbogen oder Knien. Bei leicht oder mässig erhöhten Cholesterinwerten sind sie nicht typisch.

Wichtiger Hinweis

Nicht jeder Mensch mit erhöhtem Cholesterinspiegel entwickelt Beschwerden. Umgekehrt bedeuten solche Symptome nicht automatisch, dass die Cholesterinwerte erhöht sind. Nur eine Blutuntersuchung kann zuverlässig klären, ob ein erhöhter Cholesterinspiegel vorliegt und ob Handlungsbedarf besteht.

Mögliche Anzeichen für Folgeschäden von zu hohen Cholesterin-Werten:

  • Kurzatmigkeit
  • Atemnot
  • Schmerzen und Engegefühl in der Brust
  • Bewusstseinsstörungen
  • Schwindelgefühl
  • Schmerzen in den Beinen
  • abnehmende Sehfähigkeit und Ausfälle im Gesichtsfeld 
 
Mann beim Arzt

Risikofaktoren 
für zu hohes Cholesterin

Risikofaktoren für zu hohes Cholesterin


Mann bei Blutentnahme

So wird Ihr Cholesterin-Spiegel gemessen

Ob Ihre Cholesterin-Werte erhöht sind, lässt sich mit einer einfachen Blut-Untersuchung feststellen. Diese können Sie in einer Arztpraxis oder Apotheke machen. Gemessen werden dabei Gesamt-Cholesterin, HDL- und LDL-Cholesterin sowie Triglyzeride.

Die Schweizerische Herzstiftung empfiehlt:
die Cholesterin-Werte ab 40 Jahren mindestens alle fünf Jahre kontrollieren zu lassen. Bei familiärer Vorbelastung, Symptomen oder Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht oder Rauchen sollten Sie die Blutfette bereits ab 20 Jahren regelmässig überprüfen lassen. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, welche Häufigkeit für Sie sinnvoll ist.

Die wichtigsten Cholesterinwerte sind

Gesamtcholesterin 

Ideal: Unter 200 mg/dL (5,2 mmol/L)
Zu hoch: Über 240 mg/dL (6,2 mmol/L)

Die Kombination der folgenden Werte gibt ein Gesamtbild über den Cholesterinspiegel und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Um eine präzise Beurteilung zu ermöglichen, betrachtet der Arzt auch andere Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Blutdruck und Rauchen. 

Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, welche Zielwerte für Sie gelten und lassen Sie diese ggf. regelmässig kontrollieren.

„schlechtes“ LDL-Cholesterin 

Ideal:
Menschen mit niedrigem Risiko: 
Unter 130 mg/dL (3,4 mmol/L)

Menschen mit hohem Risiko (z. B. Herzerkrankungen oder Diabetes): 
Unter 100 mg/dL (2,6 mmol/L)

Menschen mit sehr hohem Risiko: 
Unter 70 mg/dL (1,8 mmol/L)

Zu hoch:
Über 160 mg/dL (4,1 mmol/L) 
wird als zu hoch angesehen

Über 190 mg/dL (4,9 mmol/L) 
gilt als sehr hoch

„gutes“ HDL-Cholesterin 

Ideal:
Frauen: Über 50 mg/dL (1,3 mmol/L)
Männer: Über 40 mg/dL (1,0 mmol/L)

Zu niedrig:
Frauen: Unter 50 mg/dL (1,3 mmol/L)
Männer: Unter 40 mg/dL (1,0 mmol/L)

Triglyzeride

Ideal: 
Unter 150 mg/dL (1,7 mmol/L)

Zu hoch:
150–199 mg/dL (1,7–2,2 mmol/L): 
grenzwertig hoch

200–499 mg/dL (2,3–5,6 mmol/L): 
hoch

Über 500 mg/dL (5,7 mmol/L): 
sehr hoch

Welche Cholesterin-Werte sind - mit Blick auf weitere Risikofaktoren - ideal?

Die idealen Cholesterin-Werte sind je nach Person unterschiedlich. 

Einfluss auf den individuellen Cholesterin-Spiegel haben: 

  • Alter
  • Vorerkrankungen
  • Lebensweise
  • Geschlecht
  • genetische Veranlagung

Medizinische Fachgesellschaften empfehlen deshalb, die idealen Cholesterin-Werte in Bezug zum individuellen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu setzen. Menschen mit einem hohen Risiko haben deshalb tiefere Zielwerte als solche mit einem niedrigen Risiko. Je mehr Risikofaktoren bestehen, desto stärker sollten die LDL-Cholesterinwerte gesenkt werden.

Bei Risikofaktoren empfiehlt die Schweizerische Herzstiftung folgende Zielwerte für LDL-Cholesterin4:

Cholesterin Tabelle

"Indem Sie sich konsequent an die mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochenen
Massnahmen halten, tun Sie viel Gutes für Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit."

Cholesterin senken: Von Lebensstil-Massnahmen bis zur Therapie

Ein gesunder Lebensstil ist die Grundlage, um zu hohe Cholesterin-Werte wirksam zu senken und das Risiko für mögliche Folge-Erkrankungen zu reduzieren. 

Wurden bei Ihnen erhöhte Werte festgestellt, stehen zunächst Anpassungen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und allgemeine Lebensgewohnheiten im Vordergrund. Bereits nach wenigen Monaten kann sich insbesondere das schützende HDL-Cholesterin sowie der Triglyzerid-Wert durch eine ausgewogene Ernährung und mehr körperliche Aktivität deutlich verbessern. 

Oft ist es sinnvoll, schrittweise mit einzelnen Massnahmen zu beginnen und diese konsequent in den Alltag zu integrieren, statt alles auf einmal zu verändern. Für Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit ist entscheidend, dass die Veränderungen langfristig beibehalten werden.

Reichen Lebensstil-Massnahmen allein nicht aus oder bestehen weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann eine medikamentöse Therapie notwendig werden. Auch in diesem Fall bleiben Anpassungen des Lebensstils ein zentraler Bestandteil der Behandlung, um die Cholesterin-Werte dauerhaft zu normalisieren. 

Regelmässige Kontrollen des Cholesterin-Spiegels helfen dabei, den Therapieerfolg zu überprüfen und gefährliche Komplikationen zu vermeiden. Unterstützung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sowie durch Ihr persönliches Umfeld kann Sie dabei begleiten, Ihre Ziele langfristig zu erreichen.

    Verbot

    Rauchstopp und Reduktion des Alkohol-Konsums

    Versuchen Sie mit dem Rauchen aufzuhören, denn Nikotin ist Gift für Ihr Cholesterin: Es erhöht das schädliche LDL-Cholesterin und senkt das schützende HDL-Cholesterin. Mit einem Rauchverzicht und einer Reduktion des Alkohol-Konsums (Männer nicht mehr als zwei Gläser und Frauen nicht mehr als ein Glas Wein oder Bier pro Tag)5 können Sie sehr viel für Ihre Herzgesundheit tun.

    Velofahren

    Mehr bewegen

    Regelmässige körperliche Aktivität kann dazu beitragen, das schädliche LDL-Cholesterin zu senken. Mit wöchentlich 2,5 Stunden Bewegung bei mittlerer Intensität erreichen Sie schon viel. Zügige Spaziergänge, Joggen, Velofahren, Schwimmen, Tennis oder Tanzen erhöhen zudem die Menge des «guten» HDL-Cholesterins in Ihrem Körper – probieren Sie aus, was Ihnen Freude macht. Am besten sind Sie an mehreren Tagen pro Woche körperlich aktiv. Bewegen Sie sich zudem mehr im Alltag. Stehen Sie etwa bei sitzenden Tätigkeiten regelmässig auf oder nehmen Sie die Treppe statt den Lift.

    Gesundes Essen

    Ausgewogen ernähren

    Einzelne cholesterinhaltige Nahrungsmittel wie etwa Eier zu vermeiden – was früher geraten wurde – beeinflusst den Cholesterin-Stoffwechsel nur wenig. Viel wichtiger ist, dass Sie gesättigte Fette aus tierischen Lebensmitteln reduzieren – wie zum Beispiel fettiges Fleisch und Wurst, Butter, Käse und Rahm. Fastfood und Fertiggerichte enthalten oft schädliche Transfettsäuren. Versuchen Sie deshalb, diese seltener zu konsumieren. Essen Sie stattdessen mehr Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, mehr Vollkorn- als Weissmehl-Produkte, mageres Fleisch oder Fisch, fettarme Milchprodukte sowie pflanzliches Fett und hochwertige Öle. Trinken Sie zudem Alkohol in Massen und vermeiden Sie zuckerhaltige Süssgetränke.

    Waage

    Übergewicht reduzieren

    Bei Übergewicht ist es mit Blick auf Ihre Gesundheit ratsam zu versuchen, dieses langfristig zu reduzieren.
    Das funktioniert am besten mit gesunder Ernährung und regelmässiger Bewegung. Bereits eine Reduktion von wenigen Kilos ist für Ihren ganzen Organismus eine Erleichterung: Schon eine Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent verbessert Ihre Blutfett-Werte deutlich.

    Medikamente

    Um hohe LDL-Cholesterin- und Triglyzerid-Werte medikamentös zu senken, gibt es verschiedene Arten von Medikamenten. Folgende Wirkstoffe werden aktuell am häufigsten verwendet:

    • Statine (hemmen die Produktion von Cholesterin in der Leber)
    • Cholesterol-Resorptionshemmer (verringert im Darm die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung)
    • PCSK9-Inhibitoren (blockieren das PCSK9-Enzym, das in der Leber den Abbau von LDL-Cholesterin-Rezeptoren fördert, und erhöhen dadurch die Anzahl LDL-Cholesterin-Rezeptoren – was den Cholesterin-Spiegel senkt)
    • Fibrat-Derivate (senken die Triglyceride, erhöhen die Werte des nützlichen HDL-Cholesterins und senken zudem geringfügig das schädliche LDL-Cholesterin)
    • Niacin (erhöhen das nützliche HDL-Cholesterin und senken den Triglycerid-Spiegel)

    Nicht jedes Medikament ist gleichermassen für Sie geeignet. Welches Cholesterin-Medikament oder welche Kombination cholesterinsenkender Medikamente für Sie sinnvoll ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt aufgrund Ihrer Cholesterin-Werte, individuellen Risikofaktoren sowie Ihres Alters und Gesundheitszustands. Ihr Cholesterin-Spiegel wird mit regelmässigen Untersuchungen kontrolliert, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Medikation anzupassen.

    Therapietreue

    Auch wenn zu hohe Cholesterin-Werte erst einmal keine Beschwerden oder Schmerzen verursachen, ist es wichtig, diese zu senken, um Folge-Erkrankungen möglichst zu verhindern. Gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt werden Sie festlegen, welche Massnahmen für einen gesünderen Lebensstil sinnvoll sind. Versuchen Sie, diese langfristig beizubehalten. Sollte das schwierig sein, finden Sie gemeinsam Alternativen, die für Sie machbar sind.

    Wenn Sie Ihren Cholesterin-Spiegel auch medikamentös senken müssen, sollten Sie die verordneten Medikamente regelmässig und korrekt einnehmen. Unregelmässig oder falsch eingenommene Medikamente können schaden anstatt zu nützen. Darum ist es wichtig, sich genau an die ärztliche Verordnung zu halten. Verändern Sie nie ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Dosierung und brechen Sie eine medikamentöse Therapie auch nicht einfach ab.

    Verstehen Sie nicht, warum Sie ein Medikament einnehmen müssen? Vertragen Sie ein Medikament nicht gut oder stören Sie sich an gewissen Nebenwirkungen? Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Möglicherweise kann sie/er die Dosierung anpassen, den Einnahme-Zeitpunkt verändern oder zu einem für Sie verträglicheren Präparat wechseln.

Verbot

Rauchstopp und Reduktion des Alkohol-Konsums

Versuchen Sie mit dem Rauchen aufzuhören, denn Nikotin ist Gift für Ihr Cholesterin: Es erhöht das schädliche LDL-Cholesterin und senkt das schützende HDL-Cholesterin. Mit einem Rauchverzicht und einer Reduktion des Alkohol-Konsums (Männer nicht mehr als zwei Gläser und Frauen nicht mehr als ein Glas Wein oder Bier pro Tag)5 können Sie sehr viel für Ihre Herzgesundheit tun.

Velofahren

Mehr bewegen

Regelmässige körperliche Aktivität kann dazu beitragen, das schädliche LDL-Cholesterin zu senken. Mit wöchentlich 2,5 Stunden Bewegung bei mittlerer Intensität erreichen Sie schon viel. Zügige Spaziergänge, Joggen, Velofahren, Schwimmen, Tennis oder Tanzen erhöhen zudem die Menge des «guten» HDL-Cholesterins in Ihrem Körper – probieren Sie aus, was Ihnen Freude macht. Am besten sind Sie an mehreren Tagen pro Woche körperlich aktiv. Bewegen Sie sich zudem mehr im Alltag. Stehen Sie etwa bei sitzenden Tätigkeiten regelmässig auf oder nehmen Sie die Treppe statt den Lift.

Gesundes Essen

Ausgewogen ernähren

Einzelne cholesterinhaltige Nahrungsmittel wie etwa Eier zu vermeiden – was früher geraten wurde – beeinflusst den Cholesterin-Stoffwechsel nur wenig. Viel wichtiger ist, dass Sie gesättigte Fette aus tierischen Lebensmitteln reduzieren – wie zum Beispiel fettiges Fleisch und Wurst, Butter, Käse und Rahm. Fastfood und Fertiggerichte enthalten oft schädliche Transfettsäuren. Versuchen Sie deshalb, diese seltener zu konsumieren. Essen Sie stattdessen mehr Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, mehr Vollkorn- als Weissmehl-Produkte, mageres Fleisch oder Fisch, fettarme Milchprodukte sowie pflanzliches Fett und hochwertige Öle. Trinken Sie zudem Alkohol in Massen und vermeiden Sie zuckerhaltige Süssgetränke.

Waage

Übergewicht reduzieren

Bei Übergewicht ist es mit Blick auf Ihre Gesundheit ratsam zu versuchen, dieses langfristig zu reduzieren.
Das funktioniert am besten mit gesunder Ernährung und regelmässiger Bewegung. Bereits eine Reduktion von wenigen Kilos ist für Ihren ganzen Organismus eine Erleichterung: Schon eine Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent verbessert Ihre Blutfett-Werte deutlich.

Medikamente

Um hohe LDL-Cholesterin- und Triglyzerid-Werte medikamentös zu senken, gibt es verschiedene Arten von Medikamenten. Folgende Wirkstoffe werden aktuell am häufigsten verwendet:

  • Statine (hemmen die Produktion von Cholesterin in der Leber)
  • Cholesterol-Resorptionshemmer (verringert im Darm die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung)
  • PCSK9-Inhibitoren (blockieren das PCSK9-Enzym, das in der Leber den Abbau von LDL-Cholesterin-Rezeptoren fördert, und erhöhen dadurch die Anzahl LDL-Cholesterin-Rezeptoren – was den Cholesterin-Spiegel senkt)
  • Fibrat-Derivate (senken die Triglyceride, erhöhen die Werte des nützlichen HDL-Cholesterins und senken zudem geringfügig das schädliche LDL-Cholesterin)
  • Niacin (erhöhen das nützliche HDL-Cholesterin und senken den Triglycerid-Spiegel)

Nicht jedes Medikament ist gleichermassen für Sie geeignet. Welches Cholesterin-Medikament oder welche Kombination cholesterinsenkender Medikamente für Sie sinnvoll ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt aufgrund Ihrer Cholesterin-Werte, individuellen Risikofaktoren sowie Ihres Alters und Gesundheitszustands. Ihr Cholesterin-Spiegel wird mit regelmässigen Untersuchungen kontrolliert, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Medikation anzupassen.

Therapietreue

Auch wenn zu hohe Cholesterin-Werte erst einmal keine Beschwerden oder Schmerzen verursachen, ist es wichtig, diese zu senken, um Folge-Erkrankungen möglichst zu verhindern. Gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt werden Sie festlegen, welche Massnahmen für einen gesünderen Lebensstil sinnvoll sind. Versuchen Sie, diese langfristig beizubehalten. Sollte das schwierig sein, finden Sie gemeinsam Alternativen, die für Sie machbar sind.

Wenn Sie Ihren Cholesterin-Spiegel auch medikamentös senken müssen, sollten Sie die verordneten Medikamente regelmässig und korrekt einnehmen. Unregelmässig oder falsch eingenommene Medikamente können schaden anstatt zu nützen. Darum ist es wichtig, sich genau an die ärztliche Verordnung zu halten. Verändern Sie nie ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Dosierung und brechen Sie eine medikamentöse Therapie auch nicht einfach ab.

Verstehen Sie nicht, warum Sie ein Medikament einnehmen müssen? Vertragen Sie ein Medikament nicht gut oder stören Sie sich an gewissen Nebenwirkungen? Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Möglicherweise kann sie/er die Dosierung anpassen, den Einnahme-Zeitpunkt verändern oder zu einem für Sie verträglicheren Präparat wechseln.

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Typische Folge-Erkrankungen von zu hohem Cholesterin

Ist das Gleichgewicht zwischen den Blutfetten über längere Zeit gestört und insbesondere der Anteil am schädlichen LDL-Cholesterin zu hoch, kann das zu Arteriosklerose führen. Diese kann gefährliche Folgen haben:

Folgeerkrankungen Cholesterin

Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt

Durch deutliche Verengungen in den Herzkrankgefässen kann der Herzmuskel nicht mehr genügend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Verschliessen sich Teile der Herzkranzgefässe vollständig, kommt es zu einem Herzinfarkt. Dieser kann schwerwiegend oder sogar lebensbedrohlich sein.

Angina Pectoris und Herz-Insuffizienz

Aufgrund von verengten Herzkranzgefässen kann es zu einem Druck auf der Brust (Angina Pectoris) oder zu einer Schwäche des Herzmuskels (Herz-Insuffizienz) kommen.

Hirnschlag

Sind Blutgefässe im Gehirn oder Halsschlagadern von Gefäss-Verengungen betroffen, kann es zu Schwindel und Gedächtnisstörungen kommen. Ist der Blutfluss zum Gehirn unterbrochen, kann das einen Hirnschlag verursachen. Dieser kann schwerwiegende Schäden zur Folge haben oder auch lebensgefährlich sein.

Thrombose

Erhöhte Triglycerid-Werte können die Blutgerinnung fördern. Dadurch erhöht sich das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln. Diese können den Blutfluss in den Arterien blockieren und zu schweren Komplikationen wie Herzinfarkten oder Hirnschlägen führen.

Beeinträchtigung der Blutgefäss-Funktion

Ein hoher Cholesterin-Spiegel kann die Elastizität der Blutgefässe verringern. Das kann das Risiko für Bluthochdruck erhöhen.

Entzündungen und Organschäden

Hohe Blutfett-Werte können chronische Entzündungen im Körper fördern, welche eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen. Ein dauerhaft erhöhter Cholesterin-Spiegel kann zudem Organe wie Leber oder Bauchspeicheldrüse schädigen.

Fragen zu Cholesterin