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Erkältung & Grippe - es trifft jeden mal

Es beginnt immer mit den gleichen Symptomen: man muss niesen, der Hals beginnt zu schmerzen, später läuft die Nase und man klagt über Husten und Heiserkeit. Dann kommen noch ein heisser Kopf sowie Muskel – und Gelenkschmerzen hinzu. Es hat uns erwischt!

Häufig stellen Betroffene sich nun die Frage: Ist es „nur“ eine Erkältung oder sogar eine richtige Grippe? Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen Erkältung und Grippe und wie Sie die Symptome lindern können.

Symptome Erkältung (Grippaler Infekt)

Ein grippaler Infekt wird durch Viren ausgelöst. Es gibt über 200 verschiedene Virentypen, die eine Erkältung auslösen können. Diese werden durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen etc.) übertragen.

Die Symptome einer Erkältung betreffen vor allem die oberen Atemwege:

  • Verstopfte Nase, laufende Nase, Schnupfen
  • Halsschmerzen, Heiserkeit, Husten
  • Kopfschmerzen, Gliederschmerzen
  • Temperatur, Schüttelfrost
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit

Dauer und Verlauf einer Erkältung

In der Regel dauern einfache Erkältungen nicht länger als 7 bis 10 Tage – vorausgesetzt Sie schonen sich ausreichend und riskieren keine weitere Infektion.

Der Verlauf einer Erkältung erfolgt oft gleichartig: zunächst treten leichte Erkältungssymptome wie Halsschmerzen oder Schnupfen auf, die sich zunehmend verstärken und am dritten Tag ihren Höhepunkt erreichen. Anschliessend klingen die Symptome wieder ab.

Was hilft bei Erkältung?

Die Behandlung einer Erkältung besteht vor allem darin, sie auszukurieren und die einzelnen Symptome mit Medikamenten oder Hausmitteln zu lindern:

  • Als Grundsatz gilt: viel trinken, viel Schlaf und keine körperliche Anstrengung.
  • Eine hohe Flüssigkeitszufuhr gleicht einerseits den Verlust durch das Schwitzen aus und verflüssigt gleichzeitig das Sekret in Lunge und Stirnhöhle. Das erleichtert das Abhusten.
  • Sorgen Sie für ausreichend Ruhe und Schlaf und dafür, dass der Raum weder zu warm noch zu kühl ist.
  • Treiben sie, besonders bei erhöhter Temperatur, keinen Sport, denn dies kann die Gefahr einer Herzmuskelentzündung deutlich erhöhen.
  • Das Gurgeln mit Meersalz hält die Schleimhäute feucht und kann Husten und Halsschmerzen positiv beeinflussen.
  • Mit Nasenspray oder einer Nasendusche können Sie sich bei einer verstopften Nase Abhilfe verschaffen.
  • Die Inhalation von Salzwasser mit Kamille oder Salbei kann die Atemwege befreien und das Atmen erleichtern. Eine ähnliche Wirkung hat ein Erkältungsbad.
  • Als altbewährtes Hausmittel gilt ausserdem Hühnerbrühe, da sie den Körper mit Elektrolyten versorgt.
  • Raucher sollten unbedingt auf das Rauchen verzichten.

Was tun bei Fieber?

Es empfiehlt sich, eine leicht erhöhte Temperatur nicht immer gleich zu therapieren, dadurch werden die Krankheitserreger bekämpft und das Immunsystem gestärkt.

Sollte die Temperatur jedoch höher werden, können Sie ein fiebersenkendes Mittel einnehmen. Gerne werden dafür Analgetika (Schmerzmittel) genutzt, da sie gleichzeitig entzündungshemmend wirken.

Bei hohem Fieber oder wenn Sie das Fieber nicht herunterbekommen suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Erkältung bei Babys und Kindern

Eine Erkältung ist zwar in erster Linie nicht gefährlich, kann Babys und Kindern jedoch grosse Beschwerden bereiten. Gerade eine verstopfte Nase ist unangenehm und hindert oft am Schlafen. Auch das Trinken an der Brust oder aus der Flasche kann für Babys bei einem Schnupfen beschwerlich sein.

  • Mit abschwellenden Nasentropfen helfen Sie Ihrem Baby beim Atmen. Lassen Sie sich hinsichtlich Anwendung und Dosierung von einem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Versuchen Sie die Luft feucht zu halten. Das Aufhängen von feuchten Tüchern im Zimmer z.B. kann sich positiv auf die Atemwege auswirken.
  • Der Oberkörper des Babys sollte beim Schlafen erhöht liegen, damit der Schleim besser ablaufen kann.
  • Fieber können Sie mit Hausmitteln wie Wadenwickel senken oder ein fiebersenkendes Mittel geben.
  • Bei starkem Hustenreiz gehen Sie mit Ihrem Kind an die frische Luft oder ans offene Fenster. Hustenstiller sollten Sie Kindern generell nicht geben.
  • Generell tut Babys und Kindern frische Luft bei Erkältung gut. Achten Sie jedoch darauf, dass es kein Fieber hat und dass es den Temperaturen entsprechend gekleidet ist.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind viel trinkt.
  • Achtung: Babys und Kleinkinder vertragen keine ätherischen Öle.

Suchen Sie bei unklaren Beschwerden oder hohem Fieber immer einen Kinderarzt auf.

Erkältungen und Grippe vorbeugen

Leider werden wir alle immer wieder von einer Erkältung oder Grippe heimgesucht. Jedoch gibt es ein paar Massnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko einer Erkrankung einzuschränken:

  • Waschen Sie sich in der Erkältungszeit besonders oft und gründlich die Hände. Achten Sie darauf, Ihre Hände nicht zum Mund zu führen.
  • In der Erkältungszeit ist es unter Umständen sinnvoll ein Handdesinfektionsmittel mitzuführen und regelmässig anzuwenden.
  • Mit Schlafmangel sind Sie automatisch anfälliger für Krankheiten. Achten Sie also auf ausreichend Schlaf für eine bessere Immunabwehr.
  • Kleiden Sie sich dem Wetter entsprechend und greifen Sie bei windigem Wetter zu Schal und Mütze. Eine Erkältung kommt zwar nicht direkt von der Kälte, wie oft vermutet wird. Doch kann der Körper durch eine Verkühlung geschwächt und somit anfälliger werden.
  • Halten Sie sich mit regelmässiger Bewegung auch in der kalten Jahreszeit fit.
  • Mit einer ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung versorgen Sie Ihren Körper mit allen Nährstoffen und wappnen ihn so gegen Angriffe von Viren.
  • Mit der Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen können Sie Ihr Immunsystem gezielt auf die Erkältungs- und Grippezeit vorbereiten.

Unterschied Grippe und Erkältung (grippaler Infekt)

Vielen bereitet die Unterscheidung von Erkältung und Grippe Schwierigkeiten. Oftmals wird Grippe sogar gleichbedeutend mit Erkältung verwendet, obwohl es sich um zwei unterschiedliche Krankheiten handelt. Sie werden durch unterschiedliche Viren verursacht.

Die Symptome von Erkältung und Grippe sind sehr ähnlich. Jedoch eignet sich als gute Unterscheidungshilfe das Eintreten der ersten Symptome.

Bei einer Erkältung beginnen die Beschwerden schleichend und verschlechtern sich stetig.

Eine Grippe hingegen beginnt sofort mit starken Symptomen und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und hohes Fieber treten meist auch mit auf. Generell sind die Symptome bei einer Grippe oft heftiger und langwieriger.

Symptome Grippe (Influenza)

Grippe wird durch einen Grippe-Virus übertragen. Dieser verändert sich immer wieder und führt zu immer neuen Grippewellen. Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen und sind sehr ansteckend. Sie werden durch Husten, Niesen oder auch durch die Hände (z.B. Türgriffe) weitergegeben.

Die Symptome einer Grippe sind:

  • Plötzlich einsetzendes starkes Krankheitsgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Trockener Husten
  • Schnupfen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden

Die Intensität der Beschwerde kann sehr stark variieren. Bei einer leichten Grippe können die Symptome schwach sein und an eine Erkältung erinnern. Jedoch können bei einer schweren Grippe auch starke bis zu lebensbedrohlichen Symptomen auftreten.

Dauer und Verlauf einer Grippe

Die Inkubationszeit der Grippe beträgt 1 bis 4 Tage. Dann treten nach einer Infizierung die ersten Symptome auf. Diese erscheinen oft plötzlich und heftig.

Bis eine Grippe auskuriert ist, kann es bis zu zwei Wochen dauern. Die Symptome sind in der Regel stärker und langwieriger als bei einer Erkältung. Das Fieber hält maximal 5 bis 7 Tage an. Das Krankheitsgefühl und die Symptome der Atemwege und können bis zu zwei Wochen bleiben.

Treten Komplikationen, wie Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung oder Ähnliches auf, kann sich die Genesung deutlich verlängern.

Was hilft bei Grippe?

Wie bei einem grippalen Infekt auch, gibt es nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten für die Grippeviren direkt. Mit Neuraminidase-Hemmern kann der Verlauf abgemildert werden.

Die einzelnen Symptome lassen sich ausserdem ebenso wie beim grippalen Infekt mit Medikamenten und Hausmitteln stark lindern: fiebersenkende Schmerzmittel, abschwellende Nasesprays, Hustensaft etc.

Bei einer Grippe sollten Sie unbedingt Bettruhe einhalten und die Krankheit auskurieren.

Schutz durch Grippeimpfung

Mit einer Grippeimpfung können Sie sich gegen Grippe schützen. Sie wird besonders anfälligen Personen empfohlen. Dazu gehören: ältere Menschen (ab 65), Frühgeborene, Schwangere und chronisch Kranke.

Jedoch muss die Impfung jedes Jahr mit einem neuen Impfstoff wiederholt werden. Die Impfung findet in der Regel im Herbst zwischen Oktober und November statt. Der nationale Grippeimpftag der Schweiz findet jährlich Anfang November statt. Dort können Sie sich ohne Termin impfen lassen.

Informieren Sie sich näher über die Grippeimpfung beim Bundesamt für Gesundheit

Was ist eine Sommergrippe?

Eine Sommergrippe ist keine echte durch einen Grippevirus verursachte Grippe, sondern ein grippaler Infekt. Dabei kommt es zu den gleichen Symptomen wie bei einer Erkältung: Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen, Temperatur und Abgeschlagenheit. Bei einer Sommergrippe treten häufig zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen oder Übelkeit auf.

Wenn Sie von einer Sommergrippe betroffen sind, sollten Sie sowohl die Sonne als auch Klimaanlagen meiden. Extreme Temperaturunterschiede belasten den Körper zusätzlich. Auch eine Sommergrippe dauert circa eine Woche und wird am besten durch Ausruhen kuriert. Schonen Sie sich und trinken Sie besonders viel. Die einzelnen Symptome können Sie wie bei Erkältung und Grippe mit Nasenspray, Hustensaft, Halsbonbons etc. lindern.


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