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Folsäure bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft & zur Verbesserung der Spermien

Sobald Frauen einen Kinderwunsch haben und versuchen, schwanger zu werden, ist es ratsam, mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen. Im Idealfall beginnt die Folsäure-Prophylaxe bereits drei Monate vor Eintreten der Schwangerschaft und wird über die Schwangerschaft und Stillzeit weitergeführt.
Aber keine Angst, falls Sie den Zeitpunkt verpasst haben: Sie können noch jederzeit mit der Einnahme beginnen. Erfahren Sie hier, wieso Folsäure für das ungeborene Baby wichtig ist.

Übrigens kann bei Männern Folsäure zu einer Verbesserung der Spermienqualität führen.

Folsäure: Ab Kinderwunsch bis zum Ende der Stillzeit

In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Folat um circa 50 Prozent. Dies kann alleine durch die Nahrungsaufnahme kaum abgedeckt werden. Bei vielen Frauen mit Kinderwunsch liegt der Folsäurespiegel unter dem von Ärzten empfohlenen Niveau. Die ausreichende Versorgung mit Folsäure erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis und wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Embryos aus.

Die unzureichende Versorgung mit Folaten in der Schwangerschaft erhöht das Risiko von Neuralrohrdefekten, angeborenen Herzfehlern, Früh- und Fehlgeburten sowie das vorzeitigen Ablösen der Plazenta. Die Einnahme von Folsäure vor und während der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die Senkung dieser Risiken aus.

Auch nach der Schwangerschaft ist die Einnahme von Folsäure für die gesunde Entwicklung des Säuglings förderlich. Denn über die Muttermilch werden in der Stillzeit wichtige Mikronährstoffe aufgenommen. Die zusätzliche Einnahme von Folsäure ist über Nahrungsergänzungsmittel erreichbar. (z.B. über Präparate speziell für die Schwangerschaft wie Femibion)

Einnahme von Folsäure mindert Risiko

In der fünften Schwangerschaftswoche ist der Embryo so gross wie ein Sesamsamen, sein Herz schlägt zum ersten Mal. Auf der Rückseite des kleinen Körpers entwickelt sich das zentrale Nervensystem: Die Neuralplatte formt sich zu einem Neuralrohr und schützt das empfindliche Körperteil, aus dem sich wenige Tage später Rückenmark und Gehirn bilden. Diese Tage sind entscheidend für die gesunde Entwicklung des Babys.

In der Schweiz verschliesst sich bei knapp einem von tausend Babys das Neuralrohr nicht richtig. "Neuralrohrdefekt" lautet die wissenschaftliche Bezeichnung. Am häufigsten vorkommend sind die folgenden zwei Defekte: Anenzephalie und die Spina bifida. Neugeborene mit Anenzephalie kommen mit einer offenen Schädeldecke zur Welt. Bei der Spina bifida – offener Rücken genannt – liegt das Rückenmark ungeschützt frei. Die Überlebenschancen bei einem offenen Rücken sind hoch, jedoch kann eine Lähmung der Beine auftreten. In der Schweiz kommen jährlich rund 50 bis 60 Kinder mit Spina bifida zur Welt.

Die Ursache dieser Neuralrohrdefekte ist erst teilweise wissenschaftlich geklärt. Was bekannt ist, dass Folsäuremangel vor und während der Schwangerschaft, das Risiko erheblich erhöht. Nahrungsergänzungsmittel können diesen Mangel ausgleichen und den Risiken entsprechend vorbeugen.

Wie viel Folsäure sollte man in der Schwangerschaft einnehmen?

Es wird empfohlen, am Anfang der Schwangerschaft bis zur 13. Woche zusätzlich 800 Mikrogramm Folsäure einzunehmen. Nach der 13. Woche und in der Stillzeit reichen zusätzliche 400 Mikrogramm.


Spermienqualität verbessern mit Folsäure. Es ist auch Männersache!

Wussten Sie, dass Folsäure auch Männer unterstützen kann? Die Einnahme eines Folsäurepräparates kann sich zusammen mit ein paar anderen Massnahmen positiv auf die Spermienqualität auswirken.

Verminderte Spermienzahl in westlichen Ländern

Seit 1973 hat sich bei den Männern in westlichen Ländern die Spermienzahl um mehr als die Hälfte reduziert. Die Schweiz bildet da keine Ausnahme. Jeder sechste Mann ist hierzulande vermindert zeugungsfähig. Das bedeutet, dass er den von der WHO festgelegten Grenzwert von 15 Millionen Spermien pro Milliliter Samenflüssigkeit nicht erreicht.

Was zum dramatischen Rückgang der Spermienzahl führte, ist bis dato unzureichend erforscht. Im Verdacht stehen unter anderem Umweltgifte, die über die über die Haut oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Ebenfalls kommen Übergewicht, Stress, Schmerzmittel, zu warme Windeln bei Säuglingen oder das Handy in der Hosentasche als Ursache in Frage. Ein Faktor hingegen ist schon erforscht: Rauchen wirkt sich negativ auf Spermien aus.

Mehr und bessere Spermien dank Folsäure

Folsäure, oft als „Schwangerschaftsvitamin“ bezeichnet, scheint auch für die Spermien äusserst wertvoll zu sein. Wissenschaftliche Untersuchungen an der Universität von Kalifornien in Berkeley haben gezeigt, dass die Einnahme von Folsäure die Zahl der Spermien erhöht und gleichzeitig zur Verbesserung ihrer Qualität beiträgt.

Folsäure ist also keineswegs ein reines Frauenthema. Gerade bei auftretendem Kinderwunsch ist es lohnenswert, wenn sich beide Partner frühzeitig um eine wirksame Folsäure-Prophylaxe kümmern.

Auch eine ausreichende Versorgung mit Zink kann sich positiv auf die Spermien auswirken. Es gibt spezielle Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Zink, die auf die Bedürfnisse von Männern mit Kinderwunsch ausgerichtet sind.

*Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Kooperation mit Iromedica.


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