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Reiseimpfungen – Das sollten Sie wissen

Die Vorfreude auf Ihre Reise steigt? Sie sind schon inmitten von Reisevorbereitungen? In ein fernes Land soll es gehen? Dann empfehlen wir Ihnen dringend, sich mit den empfohlenen Reiseimpfungen für das jeweilige Land auseinanderzusetzen. Im besten Fall informieren Sie sich 4 bis 6 Wochen vor Reiseantritt, um nötige Impfungen durchführen lassen zu können. Je nach Reiseziel können ausserdem bestimmte Impfungen Voraussetzung für die Erteilung eines Visums sein. Holen Sie sich bei uns erste Informationen und besprechen Sie alles Weitere mit Ihrem zuständigen Arzt.

Für alle Reisenden empfohlene Impfungen

Bei allen Reisen ist es sinnvoll, wenn Sie über die in der Schweiz empfohlenen Standardimpfungen verfügen:

  • Diphterie
  • Hepatitis B
  • Keuchhusten
  • Masern, Mumps, Röteln (MMR)
  • Poliomyelitis („Kinderlähmung“)
  • Starrkrampf (Tetanus)
  • Windpocken

Lassen Sie vor einem Urlaub die Basisimpfungen auf ihre Aktualität prüfen. Machen Sie sich dazu einen Termin bei Ihrem Hausarzt und nehmen Sie zu diesem Ihren Impfausweis mit. Denken Sie auch hier daran, dass die Impfauffrischung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann.

Tipp: Praktisch ist der elektronische Impfausweis der Stiftung Meineimpfungen. Damit haben Sie Ihren Impfpass immer griffbereit. Ausserdem erinnert der digitale Impfpass an die nötigen Impfauffrischungen.

Lassen Sie von Ihrem Hausarzt prüfen, ob Sie noch über ausreichend Impfschutz verfügen.

Welche Impfungen sind bei Fernreisen empfohlen?

Gerade bei Fernreisen ist es sinnvoll, sich spätestens 4 Wochen vor Reiseantritt über die Impfempfehlungen oder Impfpflichten zu informieren. In vielen Ländern besteht das Risiko einer Ansteckung mit Krankheiten, die in der Schweiz nicht vorkommen. Daher werden je nach Reiseland folgende Impfungen empfohlen:

Impfempfehlung abhängig vom Reiseland und Dauer des Aufenthalts

Bei Reisen innerhalb Europas reichen oft die Standardimpfungen aus. Informieren Sie sich jedoch, ob Sie in ein FSME-Risikogebiet reisen. Dann wird eine FSME-Impfung empfohlen. Bei Reisen ans südliche Mittelmeer (Süditalien oder Türkei) ist unter Umständen eine Hepatits-A-Impfung empfehlenswert.

Tollwut-Impfungen sind vor allem in Ost- und Südeuropa empfohlen. Allerdings auch in Afrika, Asien und Lateinamerika. In letzteren drei Regionen wird ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Polio und Typhus empfohlen.

Auch Gelbfieber ist in einigen Ländern Afrikas und Lateinamerikas verbreitet und impfpflichtig.

Die Japanische Enzephalitis ist vor allem in ländlichen Gegenden Süd-(Ost-)Asiens verbreitet. Auch eine Cholera-Impfung ist in manchen Regionen Süd-Asiens oder Afrikas empfohlen. Beachten Sie ausserdem, dass bei Langzeitaufenthalten oftmals ein höherer Impfschutz empfohlen oder sogar vorausgesetzt wird.

Sie sehen, es ist wichtig, dass Sie sich vor Ihrer Fernreise mit den genauen Impfempfehlungen Ihres Reiselands auseinandersetzen. Suchen Sie dafür einen sogenannten Tropenmediziner auf. Gerne können Sie sich im Vorfeld schon selbst auf folgenden Plattformen informieren:


In unseren Apotheken vor Ort können Sie sich ausserdem von unserem Fachpersonal mit dem Programm Tropimed eine individuelle Empfehlung für Ihre Reise ausstellen lassen.

In welchen Ländern gibt es eine Pflicht für Gelbfieberimpfung?

Unter bestimmten Umständen ist eine Gelbfieberimpfung Pflicht. Meist ist das jedoch der Fall, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Land in ein anderes Land einreisen wollen. Achten Sie daher darauf, wenn Sie mehrere Länder bereisen, ob es Auflagen bei der Einreise aus einem Gelbfieber-Gebiet gibt. Zu den Gelbfiebergebieten gehören etwa:

  • Angola
  • Argentinien
  • Äthiopien
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Ecuador
  • Elfenbeinküste
  • Französisch Guayana
  • Gambia
  • Ghana
  • Guinea
  • Kamerun
  • Kenia
  • Kolumbien
  • Kongo
  • Liberia
  • Mali
  • Mauretanien
  • Niger
  • Nigeria
  • Panama
  • Paraguay
  • Peru
  • Ruanda
  • Senegal
  • Sierra Leone
  • Uganda
  • Venezuela
  • Zentralafrikanische Republik

(Bei der Liste handelt es sich um einen Auszug)


Beachten Sie auch, dass eine Gelbfieberimpfung nur von sogenannten Gelbfieber-Impfstellen übernommen werden kann. Hier finden Sie eine Liste von qualifizierten Gelbfieber-Impfstellen in der Schweiz. Für einen lebenslangen Gelbfieberschutz ist nur eine einzige Impfung nötig. Diese kostet in der Schweiz rund 60 CHF.

Kosten für die Reiseimpfungen

Kosten für die Impfung setzen sich in der Regel zusammen aus dem Preis für den Impfstoff und die Arztkosten. Die Impfkosten für Ihre Reise müssen Sie entweder selbst tragen oder dafür in Vorleistung gehen

Einige Krankenkasse erstatten die Impfkosten ausserhalb der Standardimpfungen nachträglich. Informieren Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme.

Nebenwirkungen von Impfungen

Bei Impfungen kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Dies sind zum einen meist lokale Reaktionen an der Einstichstelle, die nach ein paar Tagen wieder verschwinden.

Zum anderen können aber auch noch nach einigen Tagen nach der Impfung andere grippeähnliche Reaktionen auftreten, wie z.B. Kopfschmerzen, Fieber oder Müdigkeit, die ebenfalls nur wenige Tage anhalten sollten.

Schwerere Nebenwirkungen sind eher selten, im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Malariaprophylaxe bei Reise in Malariagebiete

Reisen Sie in ein Gebiet, in dem ein hohes Ansteckungsrisiko für Malaria besteht (z.B. Subsahara-Afrika, Teile Südamerikas, Teile Ozeaniens) sollten Sie sich bei Ihrem Arzt über die sogenannte Chemoprophylaxe informieren. Dadurch können Sie das Risiko an Malaria zu erkranken deutlich senken.

Allenfalls ist es ratsam, prophylaktisch ein Medikament gegen Malaria mitzuführen. Dieses erhalten Sie bei Ihrem Arzt. Es ist bei den ersten Anzeichen von Malaria einzunehmen. Suchen Sie dennoch umgehend einen Arzt auf.

Der besten Schutz gegen Malaria ist das Vermeiden von sämtlichen Mückenstichen. Nutzen Sie dafür z.B. Moskito-Netze und sogenannte Insektenrepellentien, auch bekannt unter Anti-Mückenspray.

Beachten Sie, dass auch noch Monate nach der Reise in ein Malaria-Gebiet Symptome auftreten können. Suchen Sie daher bei jedem unklaren Fieber einen Arzt auf.

Präventionsmassnahmen auf Auslandsreisen

Beachten sollten Sie auch die folgenden einfachen Präventionsmassnahmen auf Ihren Reisen – vor allem in fernen Länder.

  • Regelmässiges Händewaschen
  • Ausschliessliches Trinken von Mineralwasser aus verschlossenen Flaschen
  • Essen von frisch gekochten Speisen und Vermeiden von rohen Lebensmitteln zur Verhinderung von Reisedurchfall (Lesen Sie hier, was Sie bei Magen-Darm-Problemen im Urlaub tun können)
  • Schutz gegen Mückenstiche (Malaria, Dengue- und Chikungunya-Fieber)
  • Verwendung von Kondomen (HIV, Hepatitis B, andere sexuell übertragbare Krankheiten)

Tipps für den Inhalt Ihrer Reiseapotheke haben wir Ihnen hier zusammengestellt.


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